Lebensmittelkosten sparen

Leserbriefe / 05.05.2022 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Liebe Sozialisten, der 1. Mai war wieder mal Euer Tag der Forderungen. Statt Zuschüsse und Steuersenkungen auf Lebensmittel zu verlangen, schlage ich Euch vor, dass ihr die Menschen darauf aufmerksam macht, dass zu große Einkaufsmengen und zu rasches Wegwerfen die Geldtasche extrem belasten. Bis zu 150 Kilogramm an genussfähigen Lebensmitteln und damit bis zu 1000 Euro landen jährlich pro Haushalt im Müll. Diese müssen dann energie- und kostenintensiv entsorgt werden. Ich würde die Mehrwertsteuer nicht senken, sondern für die Dinge erhöhen, welche überflüssig sind, zum Beispiel auf die verarbeiteten Lebensmittel, welche extrem ungesund sind und daher unser Gesundheitssystem belasten. Wir jammern, dass Lebensmittel so teuer geworden sind, kaufen aber immer mehr Fertiggerichte, welche im Vergleich zur selbst zubereiteten Variante das Doppelte kosten. Übrigens, während der Pandemie wurde der Steuersatz in der Gastronomie ermäßigt. Wir Konsumenten haben davon nichts bemerkt. Liebe Lebensmittelindustrie, Ihr könntet Preisersparnisse weitergeben, wenn ihr falsche Lagerung, Transportschäden, Überproduktion vermeidet. Liebe(r) Verbraucher(innen), macht Euch bewusst, welcher Energieverbrauch hinten den vollen Regalen steht und dass ihr viel Geld dafür zahlt, dass Eure Lebensmittel im Überfluss verfügbar sind. Mit Planung, richtiger Lagerung und bewusstem Umgang mit Lebensmitteln könnt Ihr euch und der Allgemeinheit sparen helfen.

Roland Geiger, Buch