Das Spinnennetz der Ost-Oligarchen

Leserbriefe / 25.07.2022 • 19:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Womöglich wäre ohne die von Straches Ibiza ausgelösten Dominosteine der ÖVP-Kanzler Kurz noch an der Macht. Falls ja, hat uns Strache in seinem stümperhaften Treiben davor bewahrt, dass der Kreis aus Putins Umfeld sich weiterhin des offenbar eleganter kooperierenden Kreises um ÖVP-Kanzler Kurz bedienen kann. Wen das interessiert, dem sei die schauderhafte Lektüre in „Die ZEIT“ v. 21.7.22, S 13 ff, empfohlen. Auf östlicher Seite treten da besonders der Oligarch Deripaska – als Putins Vollstrecker – und dieser hierzulande hilfreich unterstützt vom ÖVP-seitig gehuldigten Siegfried Wolf, auf. Zu den ihm weltweit vorgeworfenen Schwerverbrechen erklärte Deripaska: „Ich habe mich nie schuldig gefühlt.“ Solche Sichtweise erinnert frappant an die Formulierung von ÖVP-Kanzler Kurz, mit der er sich für die ihm vorgeworfenen Falschaussagen im Untersuchungsausschuss rechtfertigte. Als Putins Zahnräder im Westen werden da, neben Gerhard Schröder, immerhin Politiker konservativer Parteien oder Präsident Trump udglm. angeführt. Auch das Räderwerk der ukrainischen Regierung unter Präsident Selenskyj wird durch den mächtigen östlichen Einfluss hocheffektiv unterwandert. Das auf uns zukommende dortige Kriegsergebnis wird zur Zäsur für den teils käuflichen Westen werden.

Walter Loacker, Hörbranz