Unsere „Venediger-Männle/Wieble“

Leserbriefe / 07.08.2022 • 17:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sagen aus dem Walgau erzählen, dass in früheren Zeiten „Venediger-Männle“ dort auf Alpen und in den Bergen nach Gold und „Goldwässerle“ suchten. „Venediger-Männle/Wieble“, welche die Exploration von Erdgas-Lagerstätten durchgeführt haben, konnten solche in Nieder- und Oberösterreich lokalisieren. So man diesen glauben kann, würde dieser Schatz für die Gasversorgung Österreichs über 30 Jahre ausreichen. Nun hat ein anderes „Venediger-Männle“ von der Montanuniversität in Leoben ein neues Verfahren entwickelt, nach welchem dieses Fracking-Verfahren ohne umweltbelastende Chemikalien auskommen werde. Es kämen dabei Kalium – wie solches in unserer Landwirtschaft als Dünger verwendet werde, Stärke – wie solche aus landwirtschaftlichen Produkten gewonnen werden könne, Mineralstoffe – wie Sand als Stützmittel des zu verklüftenden Felsuntergrundes und Wasser unter großem Druck zum Einsatz. In der Geothermen-Region könne dieses Verfahren zur Gewinnung von Wärmeenergie eingesetzt werden. Das grüne „Venediger-Wieble“ aus dem Dogenpalast stellt die Erhöhung der Gasleitungskapazitäten zu anderen venezianischen Republiken in Aussicht, um vom russischen Zaren unabhängiger zu werden. Man rechnet also auch im Dogenpalast mittelfristig auf Erdgas nicht verzichten zu können. Getraut man sich im Dogenpalst die Hebung des Schatzes anzugehen?

DI Robert Häusle, Feldkirch