Pipeline neu

Leserbriefe / 06.09.2022 • 18:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich möchte hier meine Kritik zum Umbau der noch bestehenden „alten Pipeline“ zum Ausdruck bringen. Wie meine Vorschreiber anmerken, wird hier ein nostalgischer
Badestrand, kombiniert mit einem Spazierweg und auch Fahrradverkehr, in einen „Fahrradschnellweg“ umgebaut, bei dem es vor allem um einen Lückenschluss des Bodenseeradweges geht. Zugegebenermaßen hat die bestehende Rest-Pipline ihre Schwächen, ist sie doch zu einer anderen Zeit geplant worden, jedoch finde ich die dem See zugewandten Stiegen mit der schlanken, niedrigen Mauer und den alten Schatten spendenden Bäumen immer noch ansprechend. Der bereits umgebaute Abschnitt wirkt mit seinem Radschnellweg und der klobigen Hafen-
mauer vom See abgewandt, die Stiegen in ihrer Ausrichtung eher wie Notabgänge. Ich denke, hier möchte sich die derzeitige Stadtregierung ein Denkmal setzen. Man könnte doch den noch bestehenden alten Pipline-Abschnitt als Begegnungszone einrichten, dies wird zunehmend bei Ortsdurchfahrten angewandt, ich denke, dass dies den Radfahrern ebenfalls zugemutet werden kann. Ich würde jedenfalls für eine Nachdenkpause bezüglich des Umbaus in Analogie zu anderen Projekten (Seestadt, S18, etc.) plädieren.

Dr. Herbert Groß, Lochau