Raus aus der Energiekrise

Leserbriefe / 20.09.2022 • 17:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Energie ist sehr teuer geworden, wir suchen Sündenböcke. Aber man kann nicht nur denen die Schuld geben, welche ihre Waren demjenigen verkaufen, der am meisten zahlt. Das würde jeder von uns machen. Wir Verbraucher sind jetzt am Zug. Wir entscheiden, ob die Preise durch Ausbau des Angebots (Gas durch Fracking, Atomstrom etc.) sinken sollen, was bedeutet, dass wir weiterhin den Planeten für unser Luxusleben ausbeuten. Oder wir entscheiden uns für die Einschränkung der Nachfrage. Dann müssen wir aber freiwillig auf Luxus verzichten. Eine Chance, dem Klimawandel entgegenzutreten und sich von Abhängigkeiten von Schurkenstaaten zu lösen. Nur mit Engagement und aktivem Handeln jedes Einzelnen kann es zu einem entscheidenden Wandel kommen. Von staatlicher Regulierung halte ich nicht viel. Mit ihren sozialistischen und grünideologischen Gedanken haben Politiker schon genug verdorben. Auf der Suche nach Wählern überhäufen sie uns mit Förderungen und Preisbremsen. Alle diese finanziellen Ausschüttungen schalten die nachfragesenkende Wirkung von Preiserhöhungen aus und führen zu mehr Inflation, weil der geringen Warenmenge eine wachsende Geldmenge gegenübersteht. Und weil die Menschen nicht zum Sparen und Denken gezwungen werden. Die Staatsverschuldung (auf Kosten unserer Kinder) steigt enorm, aber an der Energieknappheit ändert sich dabei nichts.

Roland Geiger, Buch