Wasserstoff bald als Alternative zum Diesel Lkw?

Leserbriefe / 25.09.2022 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 21.09.2022:

Die radikale Umstellung auf E-Mobilität, wofür Verteilernetzte, Ladestationen und Strom fehlen, wird nur ein gewinnbringendes neues Geschäftsmodel für die Autoindustrie und Stromerzeuger. Dass die E-Autos emissionsfrei und umweltverträglicher sind als die Verbrenner ist ein Irrglaube, da kein Kraftwerk den erforderlichen Strom emissionsfrei erzeugen kann. Mit dem Verbot der Verbrennungsmotoren, deren Anteil des CO2-Ausstoßes in der EU nur 0,9 Prozent beträgt, werden die Preise der E-Autos wesentlich steigen und der Ladestrom wird die Treibstoffpreise übertreffen, da der Staat den Verlust der fünfundvierzig Prozent Treibstoffsteuer beim Strom kassieren wird. Dass die Gewinnung von einem Kilogramm Lithium, das für die Batterieherstellung erforderlich ist, bis zu zehntausend Liter Wasser benötigt und die derzeitige Treibstoffabhängigkeit sich zu den Lithiumlieferanten verlagern wird, wird auch ignoriert. Eine umweltfreundlichere und kostengünstigere Lösung könnte eine Leistungsbeschränkung bei den Verbrennungsmotoren, die kleinsten Autos erreichen bereits weit mehr als zweihundert Stundenkilometer, wo man mit Ausnahme von Deutschland, weltweit maximal einhundertdreißig Stundenkilometer fahren darf, sein. Diese Maßnahme würde auch eine wesentliche Reduzierung vom gesundheitsschädlichen Feinstaub, der vom Reifen-, Bremsbeläge- und Asphaltabrieb kommt, bringen. Laut derzeitigem technischen Wissensstand kann nur der lokal verfügbare Wasserstoff eine langfristige Alternative für die Verbrennungsmotoren sein.

Alfred Fuchs, Dornbirn

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