Abgekartetes Spiel

Leserbriefe / 20.10.2022 • 17:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im Zusammenhang mit der Bundespräsidentschaftswahlen erscheint die Aussage von Sigrid Maurer am Wahlsonntag nur wenige Stunden nach der Hochrechnung interessant: Demnach werde die Maskenpflicht alsbald zurückkehren. Nun steht es zwar außer Frage, dass die Maskenpflicht ein probates Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie darstellt, doch dürfte der Zeitpunkt dieser Ankündigung beim geneigten Wahlvolk doch ein tiefes Stirnrunzeln hervorgerufen haben: Es drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, dass diese brisante Entscheidung bewusst erst unmittelbar nach der Wahl-Hochrechnung aufs Tapet kommt. Nun ist es jedoch an Zynismus nicht zu überbieten, wenn man sich hinstellt und – überspitzt formuliert – verkündet, dass eine Maskenpflicht am Sonntagnachmittag nicht notwendig ist, aber eine solche am Abend doch plötzlich dringend umgesetzt werden sollte. Ein Schelm wer dahinter unlautere Motive oder gar pures Kalkül vermutet. Dabei geht es der Bundesregierung augenscheinlich nicht um medizinische Expertise sondern einzig und allein um den eigenen Machterhalt – ÖVP und Grüne klammern sich verzweifelt aneinander und bilden eine unrühmliche Schicksalsgemeinschaft, welche nur noch von der Angst vor kommenden (Neu)-Wahlen zusammengehalten wird – Entscheidungen werden somit nicht auf Basis evidenzbasierter Fakten getroffen, sondern richten sich rein nach dem Wahlkalender, was letztendlich zu erratischen Entscheidungen führt, welche die Regierungspolitik der letzten Jahre charakterisieren.

Niklas Klocker,

Dornbirn

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.