Beten statt Festkleben

Leserbriefe / 17.11.2022 • 16:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Protest der „Letzten Generation“ ist gut und wichtig und findet immer mehr Anhänger und Nachahmer, aber ob das Festkleben an Fahrbahnen oder Museumsexponaten die richtige Methode ist, auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen, darf bezweifelt werden. Ich sehe dabei eine Parallele zur Pro-Life-Bewegung in Amerika. Seit der Legalisierung der Abtreibung versuchten Abtreibungsgegner oft in ziemlich aggressiver Form, die betroffenen Frauen und das Klinikpersonal von ihren Vorhaben abzubringen, in dem sie sich vor den Abtreibungsstätten anketteten und die Frauen beschimpften. Dies führte aber meist nur zum Ärgernis und zur Stärkung der Abtreibungsbefürworter. Monsignore Philip J. Reilly machte da anfangs auch mit, erkannte aber, dass es einen friedlichen Protest braucht und gründete die Organisation „Helpers of Gods precious infants“ (Helfer von Gottes kostbaren Kindern), die begannen, vor den Abtreibungskliniken zu beten und später auch ihre Hilfe als Gehsteigberater anzubieten, wie es auch der Verein Miriam in Bregenz macht. So konnten schon sehr viele Menschen gerettet werden. Vielleicht ließe sich so auch das Klima retten. Es ist nie zu spät, um umzukehren.

Werner Harder, Hard

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