Bürgermeister für

Leserbriefe / 21.11.2022 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

alle Bregenzer?

Die Bregenzer Fußgängerzone wurde im Juli vom Bürgermeister, ohne erforderliche rechtsgültige Gutachten einzuholen, verordnet. Begegnungszonen wurden dadurch zu Fußgängerzonen, zwei Stadtteile verkehrsmäßig ausgesperrt. Die Folgen: Umwege von 4 km, wenn Besorgungen in der Stadt mit dem Pkw erledigt werden müssen, über 30.000 kg CO2-Mehrbelastung jährlich, unerwünschte Verkehrsverlagerungen etc. Es wohnen nicht nur junge, gesunde und fitte Menschen in diesen Stadtteilen. Viele sind auch auf ihren Pkw angewiesen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, da dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich ist. „Fußläufig“, wie unsere Vizebürgermeisterin meint, werden sich etliche Bewohner(innen) dieser Stadtteile die Innenstadt von Bregenz leider nicht mehr „erobern“ können, der Zugang ist nur über steile Wege möglich. Am Wochenende soll nun auch der automatische Poller in der Kirchstraße „scharf gestellt” werden, wie es Bgm. Ritsch liebevoll nennt. Dadurch werden sich etliche Bewohner dieser Stadtteile noch mehr durch die Stadt ausgegrenzt fühlen als bisher, zumal die Oberstadt und darüber liegende Straßen nur noch über eine einzige, äußerst gefährliche Zufahrt erreichbar sind. Im Winter ist hier Gefahr im Verzug. Im Mittelalter haben Despoten Burggräben und Zugbrücken gebaut, um ihre Burgen zu schützen, heute machen sie aus Begegnungszonen Fußgängerzonen und stellen automatische Poller „scharf“, nicht um Bürger(inne)n das Leben zu erleichtern.

Günther Vogel, Bregenz

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