Koffer packen, cool

Leserbriefe / 21.11.2022 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fußball-WM in einem Staat, wo der Bruch von Menschenrechten Alltag ist, wo „Gastarbeiter“ als billigste Sklaven eingesetzt, die Rechte von Frauen mit Füßen getreten werden, irgendwelche Sultane Milliardengeschäfte machen. Millionen werden verschwendet, Stadien gebaut, die nach der WM nicht bespielt werden, alte weiße Männer in der FIFA wurden geschmiert. Der Zweck ist kein sportlicher, er dient ausschließlich dazu, diese Herren international salonfähig zu machen . . . ? Wie wäre es denn, wenn einige Nationalmannschaften am Tag der Eröffnung ihre Landestäfelchen in den Sand steckten, Koffer packten, nach Europa flögen? Schon vorhandene schöne Stadien nutzten, ein lässiges Turnier ohne jeden Pomp, einfach nur attraktiver Sport, ohne FIFA? Eine Organisationsgruppe zusammenstellen und auf geht’s. Wohin würde sich die Aufmerksamkeit der Medien, der Fußballfans richten? Wie würden die Sponsoren reagieren? Dann würden die Spieler die Respektschleifen aufrecht zu Recht tragen. Und die Diktatoren in Katar? Irgendwann erkennen die Tyrannen, dass man Erdöl nicht trinken kann. Mein Freund und ich wetten gerne, lassen das, auch wenn damit „Entzug“ verbunden ist. Wir werden uns kein Spiel anschauen. Machten das möglichst viele, werden Sponsoren wechseln. FIFA in die Müllkübel der Geschichte. Ja, I have a dream.

Siegfried Schöch-Fitz, Feldkirch

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