Götzis Am Garnmarkt – aus Fehlern nichts gelernt

Leserbriefe / 29.11.2022 • 17:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Verantwortlichen am Garnmarkt und in der Gemeinde Götzis scheinen noch nichts gehört zu haben von „Grünflächen anstatt Beton“, von „Stopp der Bodenversiegelung“, von „Entsiegelung“ usw. In einer aufwendigen Aktion (alle Geschäfte und Lokale mussten zwei Wochen schließen) wurde im oberen Teil des Garnmarkts der Asphalt erneuert. Es ergab sich danach kein einziges zusätzliches grünes Fleckchen, und der Name „Flanierzone“ mit drei Bänkchen, einem Blumenbeet und ein paar einbetonierten Bäumchen ist eine lächerliche Bezeichnung für eine Betonwüste. Aus der Wiese mitten im Dorf ist eine riesige Betonverbauung ohne Ruhezonen entstanden. Es findet sich kein Plätzchen zum Ausruhen, außer man besucht ein Lokal. Der Parkplatz beim Eurospar würde sich für einen kleinen Park anbieten, dieser ist aber nur den Autos gewidmet. Ideenlos ohne Blick in die Zukunft. Und schon wieder ist eine Wiese mit alten Obstbäumen dem Bauboom zum Opfer gefallen. Zitat: Sie haben das Paradies gepflastert und einen Parkplatz daraus gemacht. Vielleicht werden in Zukunft die Vorschläge von Conrad Amber, der als „Die Stimme der Bäume“ bekannt ist und wichtige Impulse zur Begrünung von Flächen gibt, befolgt. Geld regiert die Welt – wie lange noch?

Monika Marte, Götzis

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