Nutzung des Altacher Stadions

Leserbriefe / 07.12.2022 • 17:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SCR Altach

SCR Altach

Die Aussage des SCR Altach-Geschäftsführers Christoph Längle „Wir lassen uns aus Bregenz nicht vorschreiben, wer in unserem Stadion spielen darf“, hat mich als Austria-Anhänger Steuerzahler verständnislos zurückgelassen. Dass im Stadionneubau Schnabelholz viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement steckt, will ich ihm glauben. Doch das Wichtigste erwähnt er nicht: nämlich, dass das Schnabelholz-Neu in Wahrheit ein Stadion des Steuerzahlers ist. Denn das Land finanzierte diesen Stadionneubau zum allergrößten Teil, und die Gemeinde Altach als Grundstücks-Alleineigentümerin leistete wohl auch ihren Beitrag. Man muss Herrn Längle ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein attestieren, wenn er das Land als Hauptgeldgeber in die Rolle des Bittstellers drängen will. Und dies in einer Situation, die in Wirklichkeit keine Alternativen zu einer vorübergehenden Mitnutzung für gerade mal eineinhalb Saisonen zulässt. Ich bin gespannt auf den Erklärungsversuch, warum eine Mitnutzung des Schnabelholz durch die Austria „keinesfalls möglich“ und das Land erhebliche Mittel zur Herstellung der Bundesligatauglichkeit des Bregenzer Casino Stadions aufwenden und zudem vor einer Ausnahmegenehmigung für die Rasenheizung zittern soll, wenn in zehn Kilometer Entfernung von Lustenau eine voll funktionsfähige Spielstätte zur Verfügung steht. Längles Sager, „Wir lassen uns aus Bregenz nicht vorschreiben, wer in unserem Stadion spielen darf“, ließe sich ergänzen: „Aber unsere Investitionen darf das Land gerne weiterbezahlen.“

Dr. Hubert Hämmerle, Lustenau

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