Photovoltaik-
Förderung als
Online-Tombola

Leserbriefe / 11.12.2022 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der vierte Fördercall der staatlichen OeMAG startete am 18. 10. 2022 um 17 Uhr. Die Förderabwicklungsstelle berichtet nun, dass binnen fünf Minuten mehr als 23.000 Anträge eingebracht wurden und jene, gestellt nach 17.1. 21 Uhr, (leider) nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Somit dürfte mein Antrag – abgeschickt sieben Minuten nach dem Start – wohl „unter ferner liefen” zu finden sein. Und nach etwa sechs Wochen kam auch die Ablehnung.

Ich zähle leider nicht zu den glücklichen Gewinnern, darf aber immerhin mit der Umsetzung der Anlage beginnen und kann auch bei den kommenden Fördercalls nochmals einen Antrag einreichen. Bitte aber etwas schneller – nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Und ganz erfreulich sei, so erklärte die OeMAG stolz, dass die IT-Systeme die Antragsflut problemlos bewältigt haben.

Diese Aussage grenzt an eine Verspottung von mehr als 90 Prozent der Antragsteller, die im Zuge dieser Fördercall-Tombola eine Niete gezogen haben. Dieses Fördersystem krankt und wer immer dieses unter der Schirmherrschaft des Ministeriums der Frau Gewessler erdacht und umgesetzt hat, agiert beschämend kopflos und fernab einer Vorstellung, wie solche Dinge für alle Beteiligten praktikabel, zielgenau und effizient abgewickelt werden. Diese Tombola der Photovoltaik-Förderung „auf gut Glück“ ist eine Zumutung!

Otmar Schneider, Höchst

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