Mehr Wertschätzung für Pflegende!

Leserbriefe / 27.12.2022 • 19:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als mittlerweile pensionierte Pflegende bin ich nach wie vor interessiert, wie es meiner Berufsgruppe geht. Aus diesem Grund ist es mir ein dringendes Anliegen für Aufklärung bzgl. dem von Bundesminister Johannes Rauch versprochenen Zuschuss für die Pflegenden zu sorgen. Denn aus den – ausgerechnet am 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege – angekündigten 2000 Euro wurden nach sieben Monaten, nach Abzug aller Nebenkosten (Sozialversicherung und Dienstgeberanteil) knappe 800 Euro für eine(n) Vollzeitbeschäftigte(n). Es ärgert mich, dass selbst in meinem Umfeld gemeint wird, dass sich die Pflegenden nicht beklagen sollen, da sie ja jetzt 2000 Euro erhalten – das stimmt ganz einfach nicht! Nicht mal die Hälfte bekommen zu 100-Prozent-Beschäftigte, Teilzeitkräfte entsprechend weniger.Ich weiß nicht, was alles passieren muss, damit die Entscheidungsträger endlich erkennen, dass es für die Zukunft des Gesundheitswesens dringender als je zuvor zufriedene, motivierte und engagierte Pflegende braucht. Da nutzen wohl die besten Werbekampagnen für den Beruf nichts, wenn die Arbeitsbedingungen – und Ja, dazu zählt auch der Gehalt – nicht rasch verbessert werden. Der Abschluss der heurigen Gehaltsverhandlungen bei 7,15 Prozent zeigt deutlich, dass diese Erkenntnis aber immer noch nicht bei den Entscheidungsträgern angekommen ist.

Brigitte Raid-Schwarz,

Feldkirch

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