„Lawinenabgang

Leserbriefe / 29.12.2022 • 20:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

auf Skipiste in Zürs“

Zum Leserbrief von Herrn Mag. Reinhard Stenek, VN vom 28.12.2022:

Im Leserbrief meint Mag. Stenek, dass die Verantwortung für das jüngste Lawinenunglück in Zürs „leicht beiseitegeschoben“ würde und „Skipisten zum organisierten Skiraum gehören und bei Freigabe durch die Bergbahngesellschaft vor alpinen Gefahren, die aus dem angrenzenden freien Schiraum kommen können, geschützt sein müssen.“ Mir ist nicht bekannt, über welche lawinenkundliche Qualifikationen Mag. Stenek verfügt. Als langjähriges Bergrettungsmitglied, zeitweise als Ortsstellenleiter, Gebietsstellenleiter und Landesleiterstellvertreter, halte ich mich für befugt, Mag. Stenek zu antworten. Niemand schiebt die Verantwortung zur Seite. Die Alpinpolizei ermittelt. Nach Vorliegen deren Abschlussberichtes wird die Staatsanwaltschaft weiterentscheiden. Bis dahin sind Kommentare wie die von Mag. Stenek entbehrlich. Dass der organisierte Skiraum vor allen alpinen Gefahren angesichts oft kilometerweiter Einzugsgebiete bei Freigabe nicht 100-prozentig geschützt sein kann, sollte auch Mag. Stenek einleuchten. Der Lawinenabgang zu Silvester 1974 in der Silvretta Nova, wo ich selbst gemeinsam mit vielen Bergrettungskameraden im Einsatz war, wiederum war durch Befahren eines abgesperrt gewesenen Teils außerhalb der Piste ausgelöst worden und verzeichnete elf und nicht zwölf Todesopfer.

Dr. Jörg Frey, Feldkirch

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.