Ausbau der

Leserbriefe / 19.01.2023 • 18:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Straßeninfrastruktur

Die moderate Modernisierung der Brücke auf der Riedstraße zwischen Lustenau und Lauterach bringt erhöhtes Verkehrsaufkommen, worüber sich die Bürgermeister beschweren. Leider wurde wieder einmal nicht erkannt, dass auch nur geringfügiger Ausbau der Straßeninfrastruktur Verkehr anzieht. Das war voraussehbar. In Lustenau wurden zwei Holzbrücken über den Rhein in den 60er-Jahren durch eine neue, leistungsfähige und tragfähige Brücke ersetzt. Das Ergebnis war natürlich vermehrter Verkehr. Der vierspurige Ausbau zwecks besserer Verbindung zwischen Dornbirn und Lustenau eröffnete eine günstige Transitroute des Schwerverkehrs. Die Situierung eines Hauptzollamtes, das 24 Stunden geöffnet sein muss, war die logische Konsequenz, die negativen Auswirkungen allseits bekannt. Die geplante S18 CP ist konzipiert als voll ausgebaute Autobahn und damit als europäische Transitroute mit drei Anschlussknoten im Ried und am Lustenauer Siedlungsrand. Bis zu 60.000 Fahrzeuge pro Tag sind prognostiziert. Dadurch entstünden zusätzliche neue Verkehrsachsen Richtung Ort, wie schon im Räumlichen Entwicklungskonzept festgehalten. In Zeiten des Klimanotstandes, des Wissens über fatale Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Bodenversiegelung, CO2-Problematik, Verlust von Biodiversität, Artenvielfalt, Erholungsräumen, landwirtschaftliche Böden und horrende Kosten ein Unding. Die Haltung der zuständigen Ländle-ÖVP: „Es gibt keine Diskussion über neue Varianten.“ Diese demokratiefeindliche Haltung wurde vom Parlament abgestraft und eine Evaluierung trotzdem erzwungen. Statt Mehrverkehr braucht es schonendere, billigere, schneller umsetzbare Lösungen zur wirklichen Verkehrsentlastung Lustenaus.

Eugen Schneider, Lustenau

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