Wo bleibt die Wertschätzung?

Leserbriefe / 09.09.2024 • 21:23 Uhr

Zum Bericht „Bitschi ist Wallner dicht auf den Fersen“, VN vom 7. 9. 2024:

Ist des wirklich eine Überraschung? Wenn man in der ÖVP immer mehr christlich-soziale Wertvorstellungen zurückdrängt und durch freiheitlich liberale Ideen ersetzt, darf man sich dann wirklich wundern, wenn der Wähler dann gleich lieber den Schmied aussucht und nicht dem Schmiedle den Vorzug gibt. Eine Rückbesinnung auf jene Werte, die unser Land nach dem Fiasko des Dritten Reiches wieder zu wirtschaftlicher Prosperität und internationaler gesellschaftlicher Achtung (enge Zusammenarbeit und gegenseitiges Verstehen zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern) geführt haben, wäre auch heute für uns alle besser als der Versuch, Ideen zum Durchbruch zu verhelfen, die eigentlich so ziemlich das Gegenteil von gegenseitiger Wertschätzung darstellen und eher Vorstellungen bevorzugen, die vermeinen, natio-nalen Besonderheiten müssten, koste es, was es wolle, der Vorrang eingeräumt werden und alles Fremde wäre von vornherein als minderwertig zu qualifizieren. Wer so denkt und handelt, führt unser Land in eine sehr ungewisse Zukunft.

Dr. Hermann Böckle,

Dornbirn