Leserbrief: Gegenteiliger Ansturm

Leserbriefe / 08.06.2026 • 14:00 Uhr
Leserbrief: Gegenteiliger Ansturm

Tirol heute (3.6.) berichtete vom “Ansturm auf das Transgendercenter” durch Jugendliche, die auf die Geschlechtsumwandlung hoffen. Bald aber könnte dieses Center mit einem gegenteiligen Ansturm konfrontiert sein: nämlich durch Rechtsanwälte jener Transpersonen, die nach der ersten Euphorie über die Erfüllung ihres Transitionswunsches zunehmend verzweifelt sind und ihre Ärzte klagen. Z.B. hat Keira Bell die berühmte Tavistock-Klinik in London damit zur Schließung gebracht! Sie bekam Recht mit ihrer Klage, dass im jugendlichen Alter die Reife fehlt, um die Tragweite geschlechtsumwandelnder Operationen, die zu Unfruchtbarkeit führen, zu erkennen. Laut Neurowissenschaft ist dies erst mit ca. 25 Jahren der Fall, weshalb irreversible Eingriffe, wie z.B. Brustamputationen, nicht vorher gemacht werden dürfen. Auch Pubertätsblocker sind nicht, wie berichtet, einfach reversibel, sondern so behandelte Jugendliche enden meist in einer Transition, während jene, die verständnisvoll durch die Reifezeit begleitet werden, dies selten tun. Soziale Netzwerke machen das Thema nicht “nur sichtbar”, sondern sie verführen psychisch labile, genderdystrophe Jugendliche dazu, ihre Probleme dahin gehend zu deuten, sie seien im falschen Geschlecht und die Transition sei die Lösung. Eine aktuelle finnische Langzeitstudie hat bewiesen, dass die Transition vielfach eine Scheinlösung ist und die psychischen Probleme, Depressionen und das Suizidrisiko nach der Geschlechtsumwandlung sogar steigen. Ein Umdenken ist dringend!

Dr. Gertraud Weggemann-Posch, Bludenz