Mobile Schwabenkinderausstellung

19.10.2015 • 15:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schwabenkinder. Die Wanderausstellung erzählt vom Schicksal der kleinen Mägde und Knechte. foto: shwabenkinderausstellung/stadtmuseum dornbirn
Die Schwabenkinder. Die Wanderausstellung erzählt vom Schicksal der kleinen Mägde und Knechte. foto: shwabenkinderausstellung/stadtmuseum dornbirn

Über 300 Jahre Schwabengehen, verpackt in zwei Kisten.

Stadtmuseum, dornbirn. Auf einer Grundfläche von annähernd 20 Quadratmetern wird die Geschichte der Schwabenkinder lebendig. Die von der Ravensburger Historikerin Christine Brugger kuratierte und von Professor Herbert Moser (Duale Hochschule Ravensburg) konzipierte mobile Ausstellung ist ab heute im Stadtmuseum Dornbirn zu sehen.

Arbeitsmigration in unserem alpenländischen Raum ist ein sozialgeschichtliches Phänomen, das bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Eine besondere Form der Arbeitsmigration im
Alpenraum bildeten hierbei die saisonalen Wanderungen von Kindern armer Bergbauern und Taglöhner aus Nord- und Südtirol, Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein. Im 19. Jahrhundert erlebte diese saisonale Arbeitsmigration ihren Höhepunkt. Die Not war so groß, dass selbst Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren über den Sommer nach Süddeutschland, primär ins Schwabenland und ins nahe Allgäu verschickt wurden.

Dauer: bis 22. November. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung: stadtmuseum@dornbirn.at, Tel. 05572 33077.