Fesselnde Geschichten mit der National Dance Company Wales

Leserservice / 09.05.2019 • 11:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Frech, spielerisch, ironisch, aber ebenso emphatisch und voller Poesie entwickelt die National Dance Company Wales ihre fesselnden Geschichten und zeigt einen nuancenreichen dreiteiligen Abend. Rhys Cozens
Frech, spielerisch, ironisch, aber ebenso emphatisch und voller Poesie entwickelt die National Dance Company Wales ihre fesselnden Geschichten und zeigt einen nuancenreichen dreiteiligen Abend. Rhys Cozens

Zum ersten Mal gastiert
die NDC Wales beim
Bregenzer Frühling und zeigt Atemberaubendes.

20 Uhr, festspielhaus, bregenz Ein nuancenreicher dreiteiliger Abend steht auf dem Programm: Tundra“, ein atmosphärisch dichtes Werk des jungen spanischen Tanzschöpfers Marcos Morau, eröffnet den Reigen. Moraus bewegte Bilder sind von kraftvoll fotografischer Intensität: Acht Tänzerinnen und Tänzer reisen zurück in die Welt der russischen Revolution. Streng sind die Haartrachten, mystisch und hypnotisierend die Musik. Das Vokabular, dessen sich Morau in seinen expressionistischen Tableaus bedient, ist filigran, schnell und voller Witz. Im minimalistisch-kühlen Bühnendesign bewegen sich die Akteurinnen und Akteure klar und kompromisslos fort.„Atalaÿ“ ist ein Leuchtturm, der von allen vier Seiten gesehen werden kann; ein ansteckender Tanz, beeinflusst von der Wärme des Mittelmeers. Mario Bermudez Gil, vom Dance Magazine als einer der „25 to Watch“ (2017) gefeiert, schafft eine quirlige Theatralik mit einem ungewöhnlichen Charakter, die ein unglaubliches Können von den Tänzerinnen und Tänzern verlangt. Das Stück „Folk“ von Caroline Finn, die Hauschoreografin des Ensembles, beschließt den Abend. In ihrem eigensinnigen und mitreißenden Choreografiestil, gewürzt mit einer kräftigen Prise schwarzen Humor, erforscht sie die zwischenmenschlichen Spannungen und Sozialdynamiken, die mit jeder Existenz verbunden sind.

Kartenvorverkauf: Bregenz Tourismus, Tel. 05574 4080, tourismu@bregenz.at und an der Abendkasse im Festspielhaus. Weitere Infos unter www.bregenzerfruehling.com