Polit-Panoptikum im Kosmos

03.06.2019 • 13:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit „Wie geht es weiter“ spüren Martin Gruber und sein aktionstheater ensemble den Sehnsüchten wie auch der eigenen Larmoyanz, Faulheit, Ignoranz und Gier nach. vn/hartinger
Mit „Wie geht es weiter“ spüren Martin Gruber und sein aktionstheater ensemble den Sehnsüchten wie auch der eigenen Larmoyanz, Faulheit, Ignoranz und Gier nach. vn/hartinger

Uraufführung von Martin Gruber und dem aktionstheater ensemble im
Theater Kosmos.

20 Uhr, theater kosmos, bregenz Neoliberale Politstrateginnen und -strategen, rechtspopulistische Demagoginnen und Demagogen haben sich als Heilsbringerinnen und Heilsbringer in Stellung gebracht, und die sogenannte Zivilgesellschaft scheint im Tiefschlaf zu versinken. So weit, so bekannt, so ermüdend. Basierend auf der speziellen Arbeitsweise des aktionstheater ensemble beginnen die Akteurinnen und Akteure beim einzelnen Individuum, bei sich, bei ihrer eigenen Unfähigkeit. Es wird versucht, der um sich greifenden Lethargie durch eine gnadenlose Innenschau der Mitwirkenden sowie durch Recherche im direkten und erweiterten sozialen Umfeld auf den Grund zu gehen. Aus diesem Material schreibt Martin Gruber ein Theaterstück und wühlt mit seiner Kompanie in den Untiefen der österreichischen Seele der Töchter und Söhne des „Herrn Karl“ und entwirft ein aberwitziges Politik-Panoptikum.

Ein gespieltes, getanztes und gesungenes Psychogramm einer selbstverliebten Boheme-Bourgeoisie zwischen Stillstand und Aufstand – der nicht gelingen will.

Heute findet die Uraufführung des Stücks „Wie geht es weiter – die gelähmte Zivilgesellschaft“ von Martin Gruber und dem aktionstheater ensemble im Theater Kosmos statt (weitere Termine: 5., 6. und 7. Juni, jeweils 20 Uhr). VVK: Bregenz Tourismus, Abendkasse.