„Stolpersteine“ erinnern an NS-Opfer

Leserservice / 29.06.2014 • 17:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt „Stolpersteine“ in Hohenems. Sie erinnern zukünftig an Hohenemser NS-Opfer.foto: kulturreferat hohenems
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt „Stolpersteine“ in Hohenems. Sie erinnern zukünftig an Hohenemser NS-Opfer.
foto: kulturreferat hohenems

Zwischen 9 und 12 Uhr werden zum Gedenken „Stolpersteine“ verlegt.

9:00–12:00 stadt hohenems. Alle Interessierten sind eingeladen, die von Gunter Demnig vorgenommene Verlegung von „Stolpersteinen“ zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus in der österreichischen Stadt Hohenems einen Teil des Weges zu begleiten. Nach einer Erinnerung an Euthanasie-Opfer in Lingenau 2011 ist Hohenems die zweite Vorarlberger Gemeinde, in der Demnig sein langjähriges Projekt umsetzt; über 46.000 der Steine hat der 1947 geborene Kölner Künstler bereits in ganz Europa gesetzt.

In Hohenems werden die Steine – in den Boden eingelassene Messingtafeln mit Kurzbiografien – an die insgesamt neun jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnern und vor den letzten Wohnorten dieser Hohenemser Bürger(innen) platziert. Die Namensgebung „Stolpersteine“ deutet an, dass so im öffentlichen Raum sichtbar auf Einzelschicksale aufmerksam gemacht wird; die 9,60 mal 9,60 Zentimeter messenden „Stolpersteine“ werden von Demnig mit Unterstützung des Hohenemser Werkhofs plan in Gehwegen, überwiegend im Jüdischen Viertel der Stadt, eingelassen.

Schüler der Klasse 4c der lokalen Mittelschule Markt haben gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Unterricht Biografien erarbeitet, die sie gemeinsam mit weiteren Sprechern vortragen werden. Die Verlegung wird von der „tonart“-Musikschule mitgestaltet.

Für die Nachkommen spricht Sue Shimer-Rosenthal vor dem Haus Schweizer Straße 5; sie wird eigens aus New York anreisen.

Die Verlegung findet bei jedem Wetter statt. Weitere Informationen unter www.stolpersteine.eu

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