„Trans-Maghreb“ – KAZ-Uraufführung

Leserservice / 20.08.2014 • 16:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hans Platzgumers Novelle „Trans-Maghreb“ berichtet eindrücklich von den Erlebnissen im Containerlager. foto: vn/philipp steurer
Hans Platzgumers Novelle „Trans-Maghreb“ berichtet eindrücklich von den Erlebnissen im Containerlager. foto: vn/philipp steurer

Eine begehbare Operninszenierung: „Trans-Maghreb“ als Libretto.

18:30 werkstattbühne, festspielhaus, bregenz. Anton Corwald ist ein erfolgreicher Bauträger, der 2011 einen Trupp österreichischer Arbeiter und Ingenieure nach Libyen verfrachtet, um eine Hochgeschwindigkeitsstrecke für Al-Gaddafis Regime zu errichten. Kurz darauf bricht im Osten des Landes der Aufstand gegen den Diktator aus und die Bauleute finden sich mitten in den Wirren eines Bürgerkriegs wieder, der später als Arabischer Frühling bezeichnet wird. Ohne Information, Arbeit oder jegliche Kommunikation nach außen werden sie im Baustellen-Camp festgehalten und ihre Lebensmittel rationiert. Die einzige Hoffnung bleibt, dass Corwald einen Weg findet, seine Männer außer Landes zu schaffen.

Hans Platzgumers Novelle „Trans-Maghreb“ berichtet eindrücklich von den Erlebnissen im Containerlager. Als „flirrendes Nachdenken über unsere unübersichtliche Gegenwart“ würdigte die FAZ das Buch als Empfehlung des Jahres 2012. Für die Bregenzer Festspiele 2014 wird die Geschichte als Libretto umgesetzt. In einer begehbaren Operninszenierung mit arabischer und westlicher Musik von Peter Herbert werden die Ängste, Hoffnungen, das Schicksal der in der Wüste Eingesperrten zu einem nachempfindbaren Erlebnis für das Publikum.

Die Premiere findet heute und eine weitere Aufführung am 23. August statt.

VVK: Tel. 05574 407-6, www.bregenzerfest-
spiele.com

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