Kulturverein kann feiern

Leserservice / 21.05.2015 • 13:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andelsbuch. Seit rund einem Jahrzehnt setzt der Bahnhof Andelsbuch wichtige Impulse in der Bregenzerwälder Kulturszene. Das Gebäude im Zentrum von Andelsbuch hat sich zum kulturellen Treffpunkt der Region entwickelt.

Andelsbuch. Seit rund einem Jahrzehnt setzt der Bahnhof Andelsbuch wichtige Impulse in der Bregenzerwälder Kulturszene. Das Gebäude im Zentrum von Andelsbuch hat sich zum kulturellen Treffpunkt der Region entwickelt. „Der Bahnhof steht für Ankommen, Aufenthalt und Begegnung“, erläutert Margarete Broger, Obfrau des kulturvereins bahnhof, die Intentionen. Die rührige Kulturveranstalterin und ihr Team organisieren rund 50 Veranstaltungen im Jahr. Die aktiven Vereinsmitglieder arbeiten jährlich 2600 Stunden ehrenamtlich.

Zu den Hauptzielen des Kulturvereins zählt, regionale Kultur und Künstler zu fördern. Kultur soll aber nicht nur passiv sondern auch aktiv in Form von Kursen und Workshops vermittelt werden. Ebenfalls wird auf die Aufarbeitung der lokalen Geschichte Augenmerk gelegt. Die Kulturinitiative Bahnhof wurde mit dem Staatspreis für regionale Kulturinnovation ausgezeichnet.

Einen wichtigen Stellenwert hat für Maragrete Broger die Literatur. Um die Werke von Bregenzerwälder Künstlern veröffentlichen zu können, wurde der Verlag edition bahnhof gegründet. Fünf Bücher und zwei CDs sind bereits erschienen. Im September wird das Buch „Folta“ herausgegeben.

Der Bahnhof Andelsbuch wurde vor 100 Jahren erbaut und ist eines der letzten bestehenden Bahnhofsgebäude der ehemaligen Bregenzerwald Bahn. Seit der Auflösung der Bahnstrecke im Jahr 1982 wurde das Bahnhofsgebäude nur mehr sporadisch benutzt. Die Gemeinde Andelsbuch übergab vor elf Jahren das Gebäude zur Nutzung an den kulturverein bahnhof. Gründungsmitglieder waren Hannes Metzler, Frank Broger, Ursula Koch, Dorothea Manser, Lukas Manser, Mario Meusburger und Margarete Broger. In Eigenleistung adaptierte der Verein die ehemaligen Räume des Bahnhofvorstehers für seine Zwecke. Nach mehreren behutsamen Sanierungen präsentiert sich das Gebäude heute als Schmuckstück. ME