Solist und Dirigent zugleich

Leserservice / 19.09.2019 • 11:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Pianist Alexander Lonquich übernimmt als Solist zusätzlich die Rolle des Dirigenten.SOV/Cecopato Photography
Der Pianist Alexander Lonquich übernimmt als Solist zusätzlich die Rolle des Dirigenten.SOV/Cecopato Photography

Mit Werken von Dvořák, Schostakowitsch und
Mozart startet das SOV
in die neue Saison.

19.30 Uhr, montforthaus, feldkirch Das Symphonieorchester Vorarlberg beginnt seine Abo-Saison 2019/20 mit einer Besonderheit: Alexander Lonquich ist bei den Konzerten am 21. und 22. September Dirigent und Solist in Personalunion. Das Programm ist für den deutschen Pianisten maßgeschneidert. Mit den Werken von Dvořák, Schostakowitsch und Mozart hat er sich intensiv auseinandergesetzt. Die Solotrompete in Schostakowitschs Konzert übernimmt Roché Jenny, eine langjährige Stütze des SOV.

Bei seinen Soloparts leitet Lonquich das Orchester vom Instrument aus, ansonsten steht er am Dirigentenpult. Erfahrung mit dieser Doppelrolle hat der 59-Jährige unter anderem mit der Camerata Salzburg, dem Münchner Kammerorchester oder dem Kammerorchester Basel gesammelt. Auf dem Programm der beiden Konzertabende stehen Werke von Antonín Dvořák, Dmitri Schostakowitsch und Wolfgang Amadeus Mozart. In Dvořáks Streicherserenade E-Dur op. 22 aus dem Jahr 1875 ist eine heitere Grundstimmung spürbar. Sie beruht auf Phasen privaten und beruflichen Glücks. Ganz anders sah die Situation bei Dmitri Schostakowitsch aus. „Das Beste auf der Welt ist Geld. Ohne Geld ist der innere Frieden unmöglich“, schrieb er angesichts großer finanzieller Sorgen nach dem Tod seines Vaters. Den Part des zweiten Soloinstruments übernimmt in Bregenz und Feldkirch Trompeter Roché Jenny. Zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart beschließen das erste Abo-Konzert. Als Grundlage für Adagio und Fuge c-Moll KV 546 verwendete Mozart eine eigene Fuge, die für zwei Klaviere geschrieben war und für Streicher neu instrumentiert wurde. Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur wird „Jenamy-Konzert“ genannt. Er hatte es für Louise Victoire Jenamy, Tochter des Tänzers und Choreografen Jean-Georges Noverre, geschrieben. Das eingeschobene Menuett im dritten Satz gilt als Hommage an den großen Ballettmeister Noverre. Termine: 21. 9., Montforthaus Feldkirch, 22. 9., Festspielhaus Bregenz, jeweils 19.30 Uhr. www.sov.at