Bombendrohung war nichts als heiße Luft

von Redaktion

Der Verfasser der Bombendrohung (siehe Faksimile) dürfte sich wohl vor der Deutschprüfung an der HTL Dornbirn gefürchtet haben.  vn/steurer

Dornbirn Der Drohbrief in Form eines E-Mails, der auch bei den VN einging, ist gespickt mit Rechtschreibfehlern. Die Warnung ging zunächst am vergangenen Montag gegen 21.45 Uhr direkt beim „Zielort“, der HTL Dornbirn, ein, gleichzeitig aber auch bei der Dornbirner Stadtpolizei und der Landespolizeidirektion in Bregenz.

Der bislang unbekannte Urheber des Schreibens bezeichnet sich als Mitglied einer „nicht politischen Organisation“ namens „Die schwarze Rose“. Die Gruppierung forderte ein Lösegeld. Sollte sie damit leer ausgehen, würde am darauffolgenden Dienstagnachmittag eine Bombe in der HTL Dornbirn explodieren (im Schreiben an die VN nennt der Verfasser hingegen den 9. November 2018 als Zeitpunkt der Detonation, also den 9. 11. und nicht wie bei der Polizei den 11. 9.).

Gebäude durchsucht

Noch in der Nacht auf Dienstag durchsuchte die Polizei das Gebäude mit mehreren Beamten und einem Sprengstoffspürhund. Dabei konnte jedoch nichts Verdächtiges festgestellt werden. Nach Abklärung der ersten Fakten wurde die Gefährdungseinschätzung von der Sicherheitsbehörde als gering eingestuft. Vorsichtshalber hat die Schulleitung der HTL den Schulbetrieb am Dienstag um 10 Uhr dennoch beendet.

Angst vor Prüfungen?

Wie die VN in Erfahrung brachten, standen am Dienstag an der HTL Dornbirn Wiederholungsprüfungen an. Das könnte laut Polizei durchaus ein Motiv für die Bombendrohung gewesen sein. Der Name „Die schwarze Rose“ ist Polizeisprecher Horst Spitzhofer im Zusammenhang mit einer Gruppierung in Vorarlberg jedenfalls noch nie untergekommen. „Es ist uns auch nichts über die Höhe des geforderten Lösegelds bekannt geworden“, ergänzte Spitzhofer gegenüber den VN. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen nach dem Urheber des Schreibens übernommen. VN-GS

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