Zum gedenken
Albert Köb, Volksschuldirektor i.
R.

Er prägte die Volksschule Schwarzenberg

von Redaktion

Schwarzenberg Am 30. August 2018 verstarb im Kreise seiner Familie Oberschulrat (OSR) Albert Köb, Volksschuldirektor i. R., Ehrenchorleiter und Ehrenringträger der Gemeinde Schwarzenberg, im 89. Lebensjahr. Er war auch über einen Zeitraum von 20 Jahren Gemeindevertreter und dabei stets um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bemüht.

Berufliche Anfänge

OSR Albert Köb wurde am 2. August 1929 in Dornbirn in die Zeit der Weltwirtschaftskrise und der politischen Umbrüche geboren. Bereits im Jahr 1938 verstarb die Mutter an einer Krebserkrankung. 1941 heiratete der Vater in zweiter Ehe. Der Traumberuf von Albert Köb wäre Förster gewesen, doch Schulleiter Amann riet zum Lehrerberuf. Und nach einer einwöchigen Aufnahmeprüfung in Andelsbuch trat er im Herbst 1943 ins Lehrerseminar in Feldkirch ein und wurde dort auch im Schülerheim aufgenommen. Im April 1945 erhielt Albert Köb die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst (RAD) und kam ins RAD-Lager nach Völs. Er erinnerte sich: „Ein Vorgesetzter riet uns, nach Hause zu gehen. Mit der letzten Möglichkeit erreichten wir in voller Montur mit Gewehr, Bajonett und Gasmaske mit der Eisenbahn Dornbirn-Hatlerdorf. Am nächsten Tag marschierten die Franzosen in Dornbirn ein. Der Krieg war aus, aber Not und Mangel herrschten an allen Ecken und Enden.“

Da in den meisten Schulen französische Soldaten einquartiert waren, war ein geordneter Unterricht undenkbar. Im Jahr 1949 erhielt Köb das Reifezeugnis für Volksschulen und 1950 unterrichtete er in Schwarzenberg in der Oberklasse. Nachdem die Junglehrer in der Lehrerfamilie Hollenstein stets Gast waren, lernte Albert Köb auch seine spätere Frau Hildegard Hollenstein kennen, die er 1957 heiratete.

Langjähriger Schulleiter

Aus der Ehe sind sechs Kinder hervorgegangen: Margreth Natter, Elisabeth Köb-Stahl, Christoph Köb, Angelika Olsen, Monika Gärtner und Elke Köb. OSR Albert Köb hat durch 30 Jahre, von 1959 bis 1989 als Direktor das Volksschulleben in Schwarzenberg geprägt. Während seiner Tätigkeit als Schulleiter wurden zwei Volksschulen gebaut. Anfang der sechziger Jahre die Räumlichkeiten der jetzigen Gemeindeverwaltung und Anfang der siebziger Jahre die derzeitigen Schulräumlichkeiten, die 2012 saniert wurden. Mit Ende des Schuljahres 1989 ging Albert Köb in den Ruhestand. Zu diesem Zeitpunkt wurde in Schwarzenberg die letzte Oberstufe der Volksschule in Vorarlberg aufgelöst. Albert Köb war von 1970 bis 1990 auch Mitglied der Gemeindevertretung in Schwarzenberg. Mit Beschluss der Gemeindevertretung vom 29. Mai 1989 wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste als Schulleiter und Gemeindevertreter der Ehrenring der Gemeinde Schwarzenberg verliehen. Dieser wurde ihm im Juli 1989 im Zuge der Verabschiedungsfeier als Schuldirektor feierlich überreicht.

Am Puls der Zeit

Nach wie vor blieb er interessiert am Dorfgeschehen, am Werdegang seiner Enkel und an politischen und sportlichen Ereignissen. Vor allem war es ihm wichtig, den Alltag in seinen gewohnten Strukturen möglichst lange beizubehalten. Jammern kannte er nicht und sein trockener Humor war bis zuletzt sein treuer Begleiter.

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