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452 neue Bürger für das Land

von Anton Walser

Zahl der Einbürgerungen im Vorjahr gegenüber 2015 hierzulande leicht angestiegen.

Bregenz, Wien. (VN-tw) Konkret geht es um 452 Personen, denen im Vorjahr die Staatsbürgerschaft zuerkannt wurde. Bundesweit erhielten laut Statistik Austria im vergangenen Jahr exakt 8626 Personen die Staatsbürgerschaft, was einer Steigerung von 4,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 entspricht. Knapp 35 Prozent der neuen Österreicher haben das Licht der Welt bereits in der Alpenrepublik erblickt, 37,2 Prozent der Eingebürgerten waren unter 18 Jahre alt.

Steiermark als Spitzenreiter

Ein Blick auf die Details: Von den Eingebürgerten besaßen 14,6 Prozent oder 1262 Personen die Staatsbürgerschaft von Bosnien und Herzegowina, gefolgt von der Türkei (820), Serbien (752), dem Kosovo (456), der Russischen Föderation (337) sowie Afghanistan (332). In sechs Bundesländern wurden mehr Personen eingebürgert als im Jahr 2015. Die Zuwächse waren dabei in der Steiermark (+21,3 Prozent auf 814 Einbürgerungen) am deutlichsten. in Kärnten wiederum weist die Statistik hingegen mit einem Minus von 315 oder 17,8 Prozent den stärksten Rückgang an Einbürgerungen aus.

4787 hatten Rechtsanspruch

Mehr als die Hälfte, nämlich 4787 oder 55,5 Prozent aller Einbürgerungen, erfolgte 2016 aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter wurden 3007 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert, etwa aufgrund der Geburt hierzulande oder einer EWR-Staatsangehörigkeit. 388 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft aufgrund eines mindestens fünfzehnjährigen Wohnsitzes in Österreich sowie “nachhaltiger Integration” und 781 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher oder einer Österreicherin. Weitere 1306 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen, darunter 1244 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz. Im Rahmen der sogenannten “Erstreckung der Verleihung” wurden 278 Ehegatten und 2255 Kinder zu neuen Österreichern.

2003 war absolutes Rekordjahr

Seit dem Rekordjahr 2003 mit 45.112 Fällen sanken die Einbürgerungszahlen kontinuierlich und wiesen 2010 mit 6190 den niedrigsten Wert auf. In den Jahren seit 2011 stiegen die Zahlen wieder, so auch zuletzt 2016.

“Ich bin froh, dass es die Staatsbürgerschaft weder in einem Katalog noch auf einem Wochenmarkt zu kaufen gibt. Eine Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut, mit dem sorgsam umgegangen werden muss”, sagt dazu Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (63, VP) in einer ersten Reaktion. Die größte Gruppe unter den 452 neuen Vorarlbergern bilden Türken, gefolgt von Bosniern, Serben sowie Ukrainern und Personen aus Russland. Als Schlusslicht im Einbürgerungsreigen gelten, auf Vorarlberg bezogen, Menschen aus China. Schwärzler führt die leichte Steigerung auch auf das vor rund zwei Jahren novellierte Staatsbürgerschaftsgesetz zurück, wonach Menschen, “die gut Deutsch können und gut integriert sind, nach sechs Jahren Staatsbürger werden können”.

Mit Staatsbürgerschaften gilt es weiterhin sorgsam umzugehen.

Erich Schwärzler, Landesrat
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