Bildung ermöglichen, Perspektiven geben

von Redaktion

Die von Theo Fritsche initiierte Kaffeeplantage wurde Mitte Mai mit dem Setzen der Pflanzen offiziell gestartet.  Fritsche

Nüziders „Meine Nepal-Besuche nutze ich, um mich über die Aktivitäten und die Weiterentwicklung der bereits abgeschlossenen Schulprojekte vor Ort zu informieren und den Weg für neue Projekte vorzubereiten“, sagt Theo Fritsche.

Seine große Leidenschaft, das Extrembergsteigen, führte den Nüziger vor über 30 Jahren nach Nepal. Seither ist der Alpinist im südasiatischen Binnenstaat mit der Realisierung diverser Schul- und Hilfsprojekte stark engagiert. Mehrmals jährlich reist Fritsche nach Nepal, um die Verbindung mit dem Team vor Ort aufrechtzuerhalten und die Fortschritte der einzelnen Projekte zu überwachen. Über die Jahre hinweg hat sich Fritsche ein gutes Netzwerk aufgebaut, das er immer wieder für die Umsetzung neuer Projektideen aktiviert.

Erst kürzlich kehrte der engagierte Oberländer wieder von einem sechseinhalbwöchigen Aufenthalt in Nepal zurück. Neben einer Vielzahl an eindrücklichen Begegnungen konnte er sich auch über den Start eines neuen Projekts freuen. In Sindhupalchok im Nordosten des Landes, wo Fritsche bereits den Bau zweier Schulen sowie einer Krankenstation ermöglichte, wurde ein Stück Land für den Anbau von Kaffee gepachtet. „Unter der Mithilfe zahlreicher Einheimischer wurden 3500 Pflanzen gesetzt, die bis in drei Jahren einen Ertrag von bis zu 15.000 Kilogramm Kaffee ermöglichen sollen“, schildert Fritsche. Der zu erwartende Erlös soll zur Hälfte in die Plantage investiert werden, die andere Hälfte soll den übrigen Hilfsprojekten Fritsches zugutekommen. „Mein großes Ziel mit dieser Art von Projekten ist es, die Wertschöpfung in der Region zu halten und den Menschen auch in den entlegeneren Gegenden des Landes eine Perspektive zu geben“, beschreibt der Nüziger.

Neben der Theo Coffee Farm überzeugte sich Fritsche bei seinem Besuch auch vom Fortschritt der beiden laufenden Schulbauprojekte. „Aktuell entstehen die Schulen acht und neun“, zählt er auf. Bis zum Jahresende rechnet Fritsche mit deren Fertigstellung.

Weitere Projektideen

Auch für die Zukunft hat der unermüdliche Helfer bereits einige Projektideen. So führte ihn sein jüngster Nepal-Aufenthalt auch in eine der ärmsten Regionen des Landes, die Hulma-Region. „In der Region abseits des Tourismus leben die Menschen in einfachsten Verhältnissen, ohne Strom und Maschinen“, schildert Fritsche seine Eindrücke. Auch hier gelte es, Kindern die Möglichkeit für eine Schulbildung zu ermöglichen.

Das große Engagement des Bergsportlers führte auch dazu, dass sich eine nepalesische Tanz- und Turngruppe derzeit auf die Gymnaestrada im kommenden Jahr vorbereitet. „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich all die Jahre erfahren habe“, zeigt sich Fritsche sehr dankbar für die großzügige Unterstützung der Menschen hierzulande. „Jeder Euro zählt, denn bereits durch eine kleine Spende lässt sich einiges bewegen“, weiß der langjährige Nepal-Helfer. VN-JS

Schul- und Hilfsprojekt Theo Fritsche, Spenden: Raiffeisenbank Walgau, IBAN: AT03 3745 8000 0578 9441.

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