Lecher Biomasse-Heizwerk bereit für Winter

Lokal_N / 14.11.2022 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Biomasse-Heizwerk am Arlberg ist nach verheerender Brandkatastrophe wieder am neuesten Stand der Technik. <span class="copyright">Maria Burtscher, Franz Josef Schmutzer</span>
Biomasse-Heizwerk am Arlberg ist nach verheerender Brandkatastrophe wieder am neuesten Stand der Technik. Maria Burtscher, Franz Josef Schmutzer

Mehrere Millionen Euro wurden nach dem Großbrand vor eineinhalb Jahren in den Wiederaufbau des Bioheizwerks in Lech investiert.

Lech Mehr als eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Großbrand sind die umfangreichen Wiederaufbauarbeiten im Biomasse-Heizwerk Lech unter Dach und Fach.

Wurde im Februar 2021 ein Raub der Flammen: das Bioheizwerk in Lech.
Wurde im Februar 2021 ein Raub der Flammen: das Bioheizwerk in Lech.

Sieben Millionen Euro. Diese Summe wurde nach dem Großbrand vor eineinhalb Jahren in den Wiederaufbau des Bioheizwerks in Lech investiert. Der Großteil der Investitionssumme ist durch Versicherungen gedeckt. Technisch ist das Heizwerk nun auf dem neuesten Stand und bereit für den Winter.

Von außen erinnert jedenfalls nichts mehr an die Brandnacht auf den 23. Februar 2021 und auch technisch ist das Heizwerk auf dem neuesten Stand. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Einsatzkräfte hat das Herzstück der Anlage, die drei Holz- sowie der Ölkessel, den Brand größtenteils unversehrt überstanden. Der Schaden am Gebäude jedoch war enorm: 1800 Tonnen Brandschutt mussten entsorgt werden, bevor der Wiederaufbau in Massivbeton in Angriff genommen werden konnte. In den 5- und 2,5-Megawatt-Heizkesseln im ursprünglichen Gebäudeteil mussten zudem der Schamott sowie das Silo, der Stocker und die Hydraulik-Aggregate erneuert werden.

Geschäftsführung im Bioheizwerk: Ludwig Muxel (l.) sowie Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer und Gerhard Günther.
Geschäftsführung im Bioheizwerk: Ludwig Muxel (l.) sowie Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer und Gerhard Günther.

Investitionen in die Sicherheit

Darüber hinaus wurde ein zweiter Ölkessel mit einer Leistung von 13 Megawatt eingebaut, um die Ausfallsicherheit zusätzlich zu erhöhen. Im Verwaltungsteil wurden außerdem Bereitschaftszimmer eingerichtet, sodass die Mannschaft bei Bedarf die Möglichkeit hat, rund um die Uhr im Heizwerk zu sein. „Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, für höchstmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit im Heizwerk zu sorgen“, ist Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer überzeugt. Eine Investition, die sich gerade in Zeiten wie diesen doppelt bezahlt mache. „Den Herausforderungen der Zukunft begegnet das Heizwerk heute zuverlässiger als jemals zuvor“, betont Altbürgermeister Ludwig Muxel in seiner Funktion als Geschäftsführer. „So wie das Heizwerk heute dasteht, ist die Versorgung von Lech mit Wärme gesichert.“

Bioheizwerk am Arlberg erstrahlt auch im Inneren im neuen Glanz.
Bioheizwerk am Arlberg erstrahlt auch im Inneren im neuen Glanz.

Vorerst keine Preissteigerung zu erwarten

Von aktuellen Unsicherheiten am Energiemarkt sind offenbar Anschlussnehmer ebenfalls nicht betroffen. „Seit 2016 ist der Preis für Fernwärme unverändert“, sagt Muxel, „das wird mindestens bis Mitte 2023 auch so bleiben.“ Auch die Versorgung mit Brennstoff ist gesichert. Geschäftsführer Gerhard Günther: „Biomasse, wie sie im Heizwerk Lech als Brennstoff verwendet wird, ist zur Genüge vorhanden. Dank langjähriger Partnerschaften stehen uns jederzeit ausreichende Mengen zu Verfügung.“ Die Versorgung von Lech mit Wärme ist demnach für die bevorstehenden kalten Monate zu 100 Prozent gesichert. Muxel gibt sich optimistisch: „Der Winter kann kommen.“

Nun herrscht wieder Hochbetrieb im Bioheizwerk.
Nun herrscht wieder Hochbetrieb im Bioheizwerk.

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