20 Jahre Haft für brutalen Mörder

LokalB_N / 28.09.2021 • 22:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
20 Jahre Haft für brutalen Mörder
Der Mann wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. VN

38-jähriger Arbeitsloser muss nach tödlichen Tritten gegen Freundin lange ins Gefängnis.

Feldkirch Der gelernte Maurer kannte seine Freundin seit zehn Jahren. Andererseits war er in eine andere Frau verliebt. Dieses Dreiecksverhältnis sorgte für Konflikte. Ende November besuchte der Angeklagte seine Bekannte, mit der er einige Zeit zuvor auch sexuell verkehrt hatte. Der aktuellen Freundin missfiel dies und sie stieß zu den zweien in die Bregenzer Wohnung dazu. Alle drei hatten reichlich getrunken, der Beschuldigte brachte es auf rund 2,7 Promille. Der 16-fach Vorbestrafte war zornig, weil ihm seine Freundin lautstark Vorwürfe machte und sogar die Polizei rief. Die kam, ging aber wieder, weil es außer Lärm und Alkohol nichts zu beanstanden gab.

Tödliche Tritte

Der Angeklagte kam so in Rage, dass er die Freundin schlug und, als sie am Boden lag, mit wuchtigen Tritten gegen den Kopf misshandelte. Immer und immer wieder trat der Mann auf die Betrunkene ein, die, auf Grund ihrer Alkoholisierung zu langsam war, um den Angriffen zu entkommen. Schlussendlich zerrte der Gewalttäter die rund 75 Kilo schwere Freundin an den Haaren ins Stiegenhaus. Die Frau schnarchte im Stiegenhaus, die erneut gerufenen Rettungskräfte gingen von einer Alkoholvergiftung aus. Nach einem Atemstillstand wurde die Frau 45 Minuten lang reanimiert, im Spital stellte sich das wahre Ausmaß der Kopfverletzungen heraus. Irreversible Gehirnverletzungen, massive Trümmerbrüche etlicher Gesichtsknochen, nach zehn Tagen intensivster Behandlung und einer Not-OP wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet. Die Mutter von zwei kleinen Mädchen war tot.

20 Jahre Haft

Gerichtspsychiater Reinhard Haller bestätigt, dass der Mann zurechnungsfähig war. Das zweite Opfer wurde nach den tödlichen Tritten ebenfalls attackiert, kam aber mit leichten Verletzungen davon. Bis zuletzt behauptete der Angeklagte, dass er nicht für die tödlichen Verletzungen verantwortlich sein könne. Das Schwurgericht verurteilte den Mann dennoch wegen Mordes und versuchter schwerer Körperverletzung zu 20 Jahren Haft. Für die Mutter der Verstorbenen konnte Opferanwalt Stefan Denifl 1000 Euro Entschädigung erreichen, Anita Einsle für die Verletzte 2500 Euro, die beiden Kinder des Mordopfers bekamen je 20.000 Euro zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

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