Silberpreis ist in einer Konsolidierungsphase

Markt / 26.10.2012 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Roland Rupprechter
Roland Rupprechter

schwarzach. Der Silberpreis befindet sich seit dem Erreichen eines mehrjährigen Hochs bei knapp 50 USD im April 2011 weiterhin in einer ausgeprägten Konsolidierungs­phase mit starken Schwankungen. In den Sommermonaten Juni, Juli und August sanken die Notierungen unter die Marke von 27 USD und erreichten damit abermals die Tiefstände aus dem Jahr 2011. Der Preisanstieg auf mehr als 35 USD ab Mitte August vollzog sich im Rahmen eines allgemeinen Aufwärtstrends am Edelmetallmarkt.

Dabei hat sich das Inte­resse an nicht inflationierbaren Sachwerten seit der Ankündigung verschiedener Notenbanken in diesem Sommer, den Ankauf von Staatsanleihen wieder aufzunehmen beziehungsweise auszuweiten, deutlich erhöht. Die Edelmetalle profitieren daneben auch von den historisch niedrigen Zinsen in allen wichtigen Reservewährungen, wodurch die Opportunitätskosten sehr gering ausfallen. Im Mittelpunkt des Interesses steht Gold als größter Markt. Aber auch das günstigere Schwestermetall Silber profitiert vom „Safe Haven Appeal“. In den Monaten August und September floss rund eine halbe Milliarde USD in physisch gedeckte Silberfonds (ETCs/ETFs).

Einschränkend ist festzuhalten, dass die Silbermengen der ETCs/ETFs immer noch unterhalb ihrer Höchststände vom Frühjahr 2011 liegen, während im Fall von Gold zuletzt neue Rekorde erreicht wurden. Auf Sicht von 12 Monaten rechnen wir mit 35 USD je Feinunze Silber.

Roland Rupprechter, MBA, Leiter Asset Management bei der Hypo Landesbank Vorarlberg,
Roland.Rupprechter@hypovbg.at