Die Schweizer UBS will 10.000 Stellen streichen

Markt / 28.10.2012 • 21:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

zürich, london. Die Schweizer UBS steht vor einem Kahlschlag: Bis zu 10 000 Stellen sollen Berichten zufolge wegfallen – das wäre jeder sechste Job. Die UBS hat derzeit 63.000 Beschäftigte. Die „Financial Times“ hatte unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen über den Stellenabbau berichtet. Dieser sei die Folge eines geplanten tiefgreifenden Umbaus im Investmentbanking, das drastisch verkleinert werden solle.

Die neue Strategie soll morgen verkündet werden. An diesem Tag legt die UBS auch Quartalszahlen vor. UBS-Chef Sergio Ermotti und sein Verwaltungsratspräsident Axel Weber, der früher an der Spitze der Bundesbank stand, bauen die Bank seit einiger Zeit um.

Wesentliche Teile des Investmentbankings sollen abgespaltet und abgewickelt werden, berichtete der „Spiegel“. Dabei gehe es um Vermögenswerte von mehr als 100 Milliarden Franken. Betroffen seien der Anleihen- und der Derivatehandel.

Mehr Vermögensverwaltung

Die UBS wolle sich künftig im Investmentbanking auf die Vermögensverwaltung und das Geschäft mit Privatkunden konzentrieren. Deutschland ist von dem Stellenabbau kaum betroffen, besonders viele Jobs sollten in London, New York und in der Schweiz wegfallen.

Erst Mitte Oktober hieß es in einem Bericht, um die Kosten zu senken, könnten bei der UBS bis zu 2000 der noch 8200 IT-Stellen wegfallen.