Wall Street zwischen Obama und Romney

Markt / 02.11.2012 • 20:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jürgen Rupp
Jürgen Rupp

schwarzach. Für die Zukunft der Aktienmärkte hat es eine hohe Relevanz, wer kommenden Dienstag ins Weiße Haus einziehen wird. Denn Mitt Romney bevorzugt in seinem Programm andere Wirtschaftssektoren als Barack Obama.

Beide Kandidaten widmen sich in ihren Programmen dem Energiesektor. Jedoch haben beide ganz unterschiedliche Zugänge dazu. Romney ist ein Vertreter der konventionellen Energiepolitik. Obama hingegen will alternative Formen der Energiegewinnung fördern.

Auch beim Gesundheitsprogramm für die USA gibt es unterschiedliche Ansätze.

Kernelement ist eine obligatorische Krankenversicherung. Obama will allen Amerikanern die Möglichkeit auf Versicherungsschutz geben. Romney setzt hier auf den freien Markt.

Zumindest wenn man seit 1944 die historische Entwicklung der amerikanischen Indizes nach Wahlen ansieht, dann sind die Demokraten eindeutig in Führung. Denn im ersten Jahr nach einer Wahl entwickelte sich der US Aktienindex S&P 500 deutlich besser, wenn die Demokraten gewonnen haben.

Wurde ein demokratischer Präsident gewählt, stieg der S&P 500 in den ersten zwölf Monaten nach der Wahl um durchschnittlich 14 Prozent. Bei einem republikanischen Präsidenten hingegen sank das Börsenbarometer im Schnitt um 2 Prozent.

Somit wäre zumindest historisch gesehen eine Wiederwahl von Barack Obama für die Wall Street das beste Szenario.

Jürgen Rupp, Teamleiter Wertpapier Consulting, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg juergen.rupp@raiba.at