Beratung auf Augenhöhe

Markt / 07.11.2012 • 20:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der direkte Kundenkontakt ist für den 24-jährigen Feldkircher Mathias Breuß (links) wichtig. Der zertifizierte Anlagen- und Finanzberater betreut einen Kundenstock von 900 Personen. FOTO: BERND HOFMEISTER
Der direkte Kundenkontakt ist für den 24-jährigen Feldkircher Mathias Breuß (links) wichtig. Der zertifizierte Anlagen- und Finanzberater betreut einen Kundenstock von 900 Personen. FOTO: BERND HOFMEISTER

„Kundenbeziehungen muss man sich erarbeiten“, weiß Bankangestellter Mathias Breuß.

FELDKIRCH. Seit gut einem Jahr hat Mathias Breuß sein eigenes Büro in der Sparkasse-Filiale in Feldkirch-Tosters. Dort sitzt der 24-Jährige im eleganten Anzug seinen Kunden auf Augenhöhe gegenüber.

Für den jungen Mann ist wichtig, dass der Kunde spürt, dass er als Mensch behandelt wird, der sich auf selber Ebene fühlt. „Ich bin ja dafür da, dass ich nach den besten Lösungen suche und den Leuten bei der Erfüllung ihrer Wünsche helfen kann“, beschreibt der Feldkircher, worum es in seinem Beruf als Privatkundenbetreuer geht. Dass zu seinem Job mitunter auch das „Neinsagen“ dazugehört, hat er schweren Herzens gelernt. Etwa dann, wenn Finanzierungswünsche unrealistisch sind. Denn Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit gehören zu den Tugenden in der Bankbranche – gerade nach den vielen negativen Schlagzeilen in den vergangenen Jahren.

Mathias Breuß sucht in seiner täglichen Arbeit den direkten Kontakt. Rund 900 Menschen umfasst sein Kundenstock, der für den Bankangestellten mittlerweile ein reales Gesicht hat. Daran hat auch das Zeitalter des Internet-Banking nichts geändert. „Einem Menschen, den man persönlich kennt, vertraut man mehr“, weiß der HAK-Absolvent.

Die Leute verstehen lernen

Breuß hat sich die Kundenbeziehung Schritt für Schritt erarbeitet und erinnert sich dabei an eine Begebenheit, als ihn etwa ein etwas älterer Herr ob seiner Jugend gleich duzte und zu Beginn dem Neuling sehr skeptisch gegenüberstand. „Heute haben wir das beste Einvernehmen.“ Sein Gegenüber so zu nehmen, wie es ist, ist eine Eigenschaft, die einen guten Privatkundenbetreuer auszeichnet. Das bestätigt auch Claudia Greber, die in der Sparkasse Egg beschäftigt ist. „Man lernt die Leute kennen und auch verstehen. Dabei kann ich täglich sehr viel in puncto Menschenkenntnis fürs eigene Leben mitnehmen.“ Die 22-jährige Schwarzenbergerin gibt ihr Wissen gerne weiter. „Ich möchte den Kontakt mit den Schulen in unserer Region ausbauen. Leider sind sehr viele Jugendliche, aber auch Lehrer in grundlegenden Finanzbereichen nur sehr schlecht informiert“, bedauert sie.

Großen Gefallen an ihrem Beruf findet sie ebenso wie Mathias Breuß, den es auch nicht stört, täglich Anzug und Krawatte tragen zu müssen. „Ich finde das sogar gut. Denn das schafft eine klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben.“

Als Zahlenmensch hat mich das Wirtschaftliche immer schon interessiert. In der Bank finde ich alle Möglichkeiten vor, mich weiterzubilden und anderen Menschen bei der Erfüllung ihrer Wünsche zu helfen.   Mathias Breuß, Privatkundenbetreuer
Als Zahlenmensch hat mich das Wirtschaftliche immer schon interessiert. In der Bank finde ich alle Möglichkeiten vor, mich weiterzubilden und anderen Menschen bei der Erfüllung ihrer Wünsche zu helfen.
Mathias Breuß,
Privatkundenbetreuer
Mich erfreut am Bankwesen besonders der vielseitigeKundenkontakt. Ich kann in meinem Beruf für viele Menschen eine Person des Vertrauens sein. Auch die geregelten Arbeitszeiten sind ein Pluspunkt für mich.   Claudia Greber,Privatkundenbetreuerin
Mich erfreut am Bankwesen besonders der vielseitige
Kundenkontakt. Ich kann in meinem Beruf für viele Menschen eine Person des Vertrauens sein. Auch die geregelten Arbeitszeiten sind ein Pluspunkt für mich.
Claudia Greber,
Privatkundenbetreuerin