Einkaufsmeilen trotzen der Krise

Markt / 14.11.2012 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kärntnerstraße in Wien ist die zweitteuerste Einkaufsmeile in Österreich. Teurer ist nur der Kohlmarkt. Foto: ap
Die Kärntnerstraße in Wien ist die zweitteuerste Einkaufsmeile in Österreich. Teurer ist nur der Kohlmarkt. Foto: ap

Höchstmieten an den weltweit teuersten Einkaufsmeilen stiegen um 4,5 Prozent an.

WIEN. Die teuersten Einkaufsmeilen der Welt trotzen der internationalen Wirtschaftskrise mit einem Anstieg der Höchstmieten um 4,5 Prozent zwischen Juni 2011 und Juni 2012, geht aus der jüngsten Studie des Immobilienberatungshauses Cushman & Wakefield (C&W) hervor. Die Luxusmarken matchen sich weltweit um die besten Einkaufslagen und treiben damit die Spitzenmieten in die Höhe.

5th Avenue abgelöst

Nach elf Jahren gab es erstmals einen Wechsel an der Spitze des internationalen Rankings. Die New Yorker 5th Avenue wurde trotz eines Preisanstiegs von 11,1 Prozent und damit 1767 Euro Miete je m2 von Hongkong auf Platz zwei verwiesen. Auf der Causeway Bay in Hongkong werden nach einer Steigerung von 34,9 Prozent Spitzenmieten von 1859 Euro je m2 verlangt. Die Pariser Avenue des Champs-Élysées ist nach einem Mietpreisanstieg von 30 Prozent (798 Euro) auf Platz drei. Auf den Rängen dahinter folgen die Tokioter Ginza (747 Euro), Sydneys Pitt Street Mall (673), die Londoner New Bond Street (662 Euro), die Züricher Bahnhofstraße (604 Euro) und die Mailänder Via Montenapoleone (583 Euro).

Hohe Zuwächse in Frankreich

Die stärksten Steigerungen gab es in Amerika und Asien. In Europa haben sich die Mietpreise ganz unterschiedlich entwickelt. Während es in Europas Top-Lagen große Zuwächse gab – darunter Frankreich (14,6 Prozent) und Großbritannien (6,3 Prozent), sind die Spitzenmieten in den massiv verschuldeten Ländern Europas gesunken – darunter Griechenland (-17,1 Prozent), Irland (-15,1 Prozent) und Ungarn (-13,3 Prozent).

In Österreich ist erstmals der Wiener Kohlmarkt (340 Euro) der teuerste Standort. Der Kohlmarkt hatte mit 6,3 Prozent die hierzulande höchste Steigerung und rangiert weltweit auf Platz 11.

In der Rangliste der teuersten Einkaufslagen in Österreich führt Wien mit dem Kohlmarkt, dem Graben (275 Euro), der Kärntnerstraße (275 Euro) und der Mariahilferstraße (135 Euro). Danach folgen die Salzburger Getreidegasse (120 Euro), die Landstraße in Linz (115 Euro) und die Herrengasse in der steirischen Landeshauptstadt Graz (105 Euro).