Chef in der dritten Generation

Markt / 15.11.2012 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über 100 Gäste erfuhren aus erster Hand, wie ein Unternehmer der dritten Generation eine international tätige Firma erfolgreich führt. Fotos: VN/Roland Paulitsch
Über 100 Gäste erfuhren aus erster Hand, wie ein Unternehmer der dritten Generation eine international tätige Firma erfolgreich führt. Fotos: VN/Roland Paulitsch

DI Guntram Jäger führt unternehmerischen Erfolg auch auf das Engagement seiner Mitarbeiter zurück.

Bludenz. (VN-ha) Das Sprichwort, dass die erste Generation den Grundstein für ein Unternehmen legt, die zweite es ausbaut und die dritte letztlich alles wieder zunichte macht, trifft bei Jäger Bau ganz sicher nicht zu. Denn DI Guntram Jäger kann als Geschäftsführer in der dritten Generation guten Gewissens behaupten, dass seine Firma, die im Tunnelbau ebenso einen ausgezeichneten Ruf genießt wie im Hoch- und Tiefbau, in der Projektentwicklung oder im Transportbereich, floriert wie noch nie. Während seiner Zeit an der Spitze des vor 90 Jahren gegründeten Unternehmens wurde der Mitarbeiterstand um das Fünffache, der Umsatz um das Zehnfache erhöht. Heute stehen 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Lohnliste, der Jahresumsatz liegt bei 150 Millionen Euro.

In der Veranstaltungsreihe „Unternehmer sein heute“ werden seit Jahren erfolgreiche Unternehmer vorgestellt. Ein Problem, Leute ans Rednerpult zu bringen, gibt es keines, weiß Gastgeber Sparkassenvorstand Christian Ertl: „Das liegt an der nach wie vor gut funktionierenden Vorarlberger Wirtschaft.“ Und die lebt vor allem von engagierten Unternehmen wie Jäger Bau, weiß FHV-Rektor Dr. Lars Frormann: „Bei dieser Firma spielen Werte eine wichtige Rolle.“ Dazu zählt der Umgang mit den Mitarbeitern. Für den 57-jährigen Unter­nehmer ein entscheidender Faktor im betrieblichen Alltagsleben: „Ich persönlich habe mich nie als Chef oder Eigentümer gesehen, sondern einfach als den ersten Mitarbeiter im ­Unternehmen.“ Damit gelingt es ihm, Mitarbeiter für Unternehmensziele zu begeistern.

Der Anfang an der Spitze eines auch überregional tätigen Unternehmens war nicht einfach. Nach seinem Technik-Studium bemerkte er bald, dass er als Firmenchef Lücken in allen kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Belangen schließen musste. Schwer fiel es ihm nicht: „Ich hatte schon als junger Mann den Willen zum Erfolg.“

Sparkassenvorstand Christian Ertl, FHV-Rektor Lars Frormann, Referent Guntram Jäger, Sparkassenvorstand Dr. Wolfgang Eichler (v. l.).
Sparkassenvorstand Christian Ertl, FHV-Rektor Lars Frormann, Referent Guntram Jäger, Sparkassenvorstand Dr. Wolfgang Eichler (v. l.).