Wachstumsprognose wackelt

Markt / 15.11.2012 • 21:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreichs Brutto­inlandsprodukt (BIP) ist leicht geschrumpft.

Wien. Österreichs Wirtschaft ist im abgelaufenen Vierteljahr geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent, und im Jahresabstand stagnierte die Wirtschaft, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in seiner Schnellschätzung zum Zeitraum Juli bis September mit.

Im 2. Quartal war das BIP im Quartalsabstand real noch um 0,1 Prozent angestiegen, das Plus von Jänner bis März wurde aber jetzt vom WIFO von ursprünglich 0,5 auf 0,3 Prozent nach unten revidiert. Auch Ende 2011 lag der Zuwachs mit 0,1 Prozent etwas unter den bisher errechneten 0,2 Prozent. Im 3. Quartal 2011 hatte es im Quartalsabstand ja sogar ein Nullwachstum gegeben.

Im Jahresabstand stand heuer im 3. Quartal im Jahresabstand real eine Null zu Buche, wie das WIFO weiter mitteilte. Davor, im 2. Quartal, hatte es gegenüber dem Vorjahr noch ein kleines Plus von 0,1 Prozent gegeben, und das Wachstum im 1. Quartal hatte – wie das WIFO jetzt feststellte – nur 1,8 statt 2,1 Prozent ausgemacht.

Die Wachstumsprognose des Wifo wackelt. Die Schwäche zeige sich derzeit in allen Bereichen, verwies Marcus Scheiblecker (WIFO) sowohl auf den Beitrag der Außenwirtschaft als auch auf den heimischen Privatkonsum, der praktisch seit Jahresbeginn stagniere.

Es sei daher nicht verwunderlich, dass auch die Unternehmen bei den Investitionen zurückhaltend seien, hieß es weiter.