Sberbank: kein weiterer Bankenkauf

Markt / 25.11.2012 • 19:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Frankfurt. Sberbank-Chef German Gref ist nicht an den zum Verkauf stehenden Tochterbanken der Hypo Alpe Adria interessiert. Die Sberbank werde kein Angebot für die in fünf südosteuropäischen Ländern agierenden Tochterbanken der Hypo machen, auch wenn es geografisch passen würde. „Wir wollen nicht noch mehr Banken kaufen, es ist genug“, sagte Gref am Rande des Europäischen Bankenkongresses in Frankfurt in einem APA-Gespräch. In den kommenden drei Jahren werde der Schwerpunkt bei der Integration und dem Ausbau des Risikomanagements liegen.

Aber nicht nur an den Hypo-Töchtern ist Gref nicht interessiert, generell wolle die russische Großbank in den kommenden drei Jahren keine Zukäufe mehr tätigen. In diesem Jahr habe man schon genug Banken zugekauft, etwa in der Schweiz, der Türkei oder eben auch die Volksbank International in Österreich.

Die notverstaatlichte Kärntner Hypo muss wie in den Rettungsauflagen vorgesehen ihre Tochterbanken auf dem Balkan verkaufen. Interessenten können sich noch bis zum 7. Dezember melden. Mit der Sberbank fällt nun ein gewichtiger Interessent weg.