Handel hat Grund zum Jubeln

Markt / 02.12.2012 • 20:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Überall in Vorarlberg machten sich die Menschen auf, um einzukaufen. Nicht nur Geschenke, sondern auch für den Eigenbedarf. Foto: VN/PAulitsch
Überall in Vorarlberg machten sich die Menschen auf, um einzukaufen. Nicht nur Geschenke, sondern auch für den Eigenbedarf. Foto: VN/PAulitsch

Der erster Einkaufssamstag im Dezember war für die Geschäfte ein Erfolg.

Schwarzach. (VN-dh, reh) Der Vorarlberger Handel hat Grund zur Freude. Am ersten Einkaufssamstag im Dezember wurden eine sehr gute Besucherfrequenz und eine gute Kaufstimmung verzeichnet. Sowohl die Einkaufszentren als auch die Händler in den Städten können eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vor allem der Wintereinbruch sorgte für gute Geschäfte. Spürbar war auch ein Trend zu hochwertigeren Produkten.

Walter Simma ist Geschäftsführer und Centermanager im Zimbapark Bürs. Er spricht von einem gelungenen Start ins Dezember-Geschäft. „Die Kaufstimmung war äußerst gut und alle Geschäfte freuten sich durch die Bank über eine sehr hohe Frequenz. Die aktuellen Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber wir ­rechnen gesamthaft mit einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahr.“ Besonders nachgefragt waren laut Simma Weihnachtsdekorationen, Schmuck und Tabloid-PCs. Ein Renner seien auch immer die Gutscheine.

Viele Schweizer im Messepark

Auch im Messepark freut man sich über den ersten ­Adventsamstag. Dort war auch der Anteil der Schweizer Kunden erfreulicher­weise ungebrochen hoch. „Am zweiten Adventwochenende steigen Kauflaune und Nachfrage in allen Branchen nochmals spürbar“, erklärt Geschäftsführer Burkhard Dünser. Vor allem die Sportartikelbranche, die sehr stark auf die äußeren Bedingungen angewiesen ist, profitiere im Bereich Sport-Hardware vom Wintereinbruch.

Optimismus in den Städten

Aber auch in den Städten war die Kauflust der Vorarlberger deutlich spürbar. In Bregenz gab es laut WIGEM-Sprecher Robert Vögel viel Grund zum Jubeln. „Der Wetterumschwung ist genau zur richtigen Zeit gekommen. Man hat richtig gespürt, wie es die Leute auf den Adventmarkt zieht, da gab es schon viel weihnachtliches Flair. Die Stimmung wurde zwischen exzellent und tipptopp beschrieben. Das wirkt sich natürlich auch auf die Kauffreudigkeit aus.“

Weihnachtsbus beliebt

Nach Feldkirch kommen traditionellerweise viele Liechtensteiner zum Einkaufen. Aber auch aus Feldkirch und Umgebung war der Andrang groß. „Wir haben in diesem Jahr mit dem Weihnachtsbus ein neues Service, die Einkäufe können den ganzen Tag darin deponiert werden, das kommt gut an. Gekauft wurden sehr viel Winterbekleidung, Schmuck und auch Bücher“, so Corina Dreher vom Stadtmarketing Feldkirch.

„Als einen Auftakt nach Maß“ fasst Gebhard Sagmeister, Spartenobmann des Vorarlberger Handels, den ersten Samstag im Dezember zusammen. „Das Wetter kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Davon profitiert natürlich der Sportartikel-, Schuh- und Bekleidungshandel sehr. Auch bei uns im Geschäft wurden viel mehr Jacken und Strickmode gekauft als im letzten Jahr“, so Sagmeister. Gekauft habe man insgesamt eher besondere Dinge, die Preissituation stand heuer überraschenderweise nicht im Vordergrund.

Besser als im letzten Jahr

„Es war überall belebt. In Summe war der Samstag überraschenderweise besser als 2011. Die Kunden kauften sowohl für den Eigenbedarf als auch Geschenke“, erklärt der Spartenobmann. Der Konsum halte recht gut an und übertöne so die pessimistischen Stimmen. Sagmeister geht davon aus, dass es gut weitergehen werde. Auch an den 8. Dezember, heuer ein Samstag, seien die Erwartungen hoch. Während es in Liechtenstein Usus ist („Goldener Sonntag“), bleiben bei uns in Vorarlberg am Sonntag, dem 23. Dezember, die Geschäfte geschlossen, mit Ausnahme derer in den Wintersportorten. „Mit einem Offenhalten am letzten Sonntag vor Weihnachten könnte man den Stress rausnehmen“, ist Sagmeister überzeugt. Der politische Wille sei derzeit allerdings nicht gegeben.

Spürbar ist die Nachfrage nach Qualitäts- und Markenware.

Burkhard Dünser

Der Wintereinbruch kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

Gebhard Sagmeister