Neuer Glanz für Wirtschaftspark

Markt / 04.12.2012 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Wirtschaftspark in Götzis soll umgekrempelt werden und eine Neugestaltung erhalten.

GÖTZIS. (VN) „Leben ins Areal bringen“ – so lautet das Motto in der Chefetage der Unternehmensgruppe Prisma im Hinblick auf die Zukunft des Vorarlberger Wirtschaftsparks in Götzis. Mit millionenschweren Maßnahmen soll die Immobilie, die Prisma im Mai dieses Jahres (die VN berichteten) um kolportierte 15 Millionen Euro von der Bank Austria Real Invest erwarb, zeitgemäß auf Vordermann gebracht werden. Bis auf wenige Ausnahmen wird sprichwörtlich kein Stein auf dem anderen bleiben.

Eine Bauphase von drei Jahren

Geht es nämlich nach den Plänen von Prisma, so wird das Projekt mit Erneuerungen und Neubauten über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg in die Tat umgesetzt. Jene rund 40 Unternehmen, die derzeit mit 200 Mitarbeitern im VWP ihre Zelte aufgeschlagen haben und für eine 40-prozentige Auslastung der Einrichtung sorgen, müssen während der Umsetzung des Vorhabens nicht absiedeln. Um Mietern einen möglichst reibungslosen Arbeitsverlauf gewährleisten zu können, werden ihnen in bestehenden Erweiterungsbauten alternative Fächen angeboten.

In Konkurrenz zum Garnmarkt?

Masterplan und Konzept würden künftig „eine durchmischte Nutzung der Gebäude vorsehen“, betonte Prisma-Vorstand Bernhard Ölz, der gemeinam mit Gemeinde­oberhaupt Werner Huber das Vorhaben im (noch) bestehenden Kuppelsaal des Wirtschaftsparks vorstellte.So soll durch die umfassende Adaptierung nicht nur Raum für Wohnungen und Dienstleister wie Mediziner geschaffen werden. Auch Gastronomen sind laut Ölz willkommen. Lediglich knapp ein Viertel der künftigen Fläche solle gewerblich genutzt werden. „Das neue mit Götzis verbundene und hochwertige Quartier“ dürfe nicht als Konkurrenz zu der ebenso von Prima betriebenen Verbauung Garnmarkt gesehen werden, betonte Ölz. „Hier handelt es sich bestensfalls um ein Ergänzung.“

VWP „Geburtsort“ von Prisma

Auf den Punkt gebracht soll „in den kommenden Jahren in Abstimmung mit der Marktgemeinde Götzis ein durchmischter Lebensraum für Arbeiten und Wohnen entstehen“, betonte Ölz, für den die in die Jahre gekommenen Mauern des Wirtschaftsparks quasi die Wiege seines Unternehmens bilden. Immerhin hatte Ölz dort dereinst den Grundstein für die heutige Unternehmensgruppe Prisma gelegt.

Positive Stimmung im Rathaus

„Wir sind froh, dass Prisma hier das Zepter in die Hand nimmt“, streute Bürgermeister Werner Huber dem Regio­nalentwickler Blumen. Im Rathaus, wo die Pläne den Volksvertretern am Dienstagabend dieser Woche erstmals vorgestellt wurden, herrscht seiner Meinung nach durchwegs eine positive Stimmung. Für Huber stellt das jetzt ins Auge gefasste Vorhaben von Prisma „einen wichtigen Impuls für die nächsten Jahre dar“. Jetzt gelte es, gemeinsam mit Vertretern von Prisma das Einvernehmen mit den Anrainern herzustellen, schloss Huber. ##Anton Walser##

Wir wollen einen durchmischten Lebensraum schaffen.

Bernhard Ölz, Prisma-Vorstand

Fakten zum Bau

Wichtige Zahlen zum Vorhaben Wirtschaftspark

» Betreiber: Prisma Unternehmensgruppe

» Investition: 35–40 Millionen Euro

» Architekten: Baumschlager Eberle, Dietrich Untertrifaller

» Baustartschuss: September 2013

» Fertigstellung: 2017

» Geplante Gesamtnutzfläche: 21.000 Quadratmeter