Vorarlberg steht an der Spitze der Bundesländer

Markt / 14.12.2012 • 19:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Ländle mit starkem Wachstum, hohem Wohlstand und dynamischem Arbeitsmarkt.

Bregenz. Der Vorarlberger Wirtschaft geht es gut. Zu diesem Schluss kommt der Chef-Ökonom der Bank Austria, Stefan Bruckbauer. Erstmals hat das westlichste Bundesland im Standort-Ranking des Geldinstituts die Spitzenposition übernommen. „Der Wohlstandsvorsprung, die hohe Wachstumsdynamik und die niedrige Arbeitslosenquote sind die Grundlage des Top-Ergebnisses“, erklärt die führende Bank bei Firmenkunden das Ergebnis.

Die Ökonomen der Bank Austria haben die Bundesländer einem umfassenden Leistungscheck unterzogen. Untersucht wurden die Bereiche Wohlstand, Arbeitsmarkt und Struktur. Auch die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sind in das Ranking eingeflossen. Zuletzt hat die Bank vor vier Jahren eine Standort-Analyse durchgeführt. Vorarlberg hat zwei Bundesländer überholt und liegt nun erstmals an der Spitze. „Der Anstieg des BIP betrug zwischen 2000 und 2011 trotz des Rückgangs während der Krise durchschnittlich 2,2 Prozent, gegenüber 1,8 Prozent im Bundesdurchschnitt. Mit mehr als 38.800 Euro pro Kopf ist das Wohlstandsniveau in Vorarlberg das dritthöchste Österreichs“, so Bruckbauer. Auch der Arbeitsmarkt habe sich günstiger entwickelt als Gesamtösterreich. Bruckbauer spricht von einer erstaunlichen Dynamik der Beschäftigung. „Vorarlberg hatte zuletzt immer die niedrigste Arbeitslosenquote.“ Die Bereiche Wohlstand und Arbeit seien maßgeblich für die Führungsposition Vorarlbergs verantwortlich, so der Chef-Ökonom.

Hohes Wachstum

Vorarlbergs Wirtschaft liegt auch beim Wachstum vorne. Auch aktuell lege das Land doppelt so stark zu, wie der Österreich-Schnitt.

Wachstums- und Wohlstands-Motor ist die heimische Industrie. „Der große Industriesektor mit fast 30 Prozent der Wirtschaftsleistung war heuer für 40 Prozent des gesamten Wirtschaftswachstums verantwortlich“, so Bruckbauer.

Auch der Wirtschaftsstandort hat aufgeholt: Strukturelle Modernisierung und der verstärkte Fokus auf unternehmensnahe Dienstleistungen zeigen Erfolge, so die Analyse. Gleichzeitig bestehe hier noch Verbesserungspotenzial.

„Auf dem richtigen Weg“

In die Hände gespielt hat Vorarlberg auch der starke Franken, der vor allem Handel und Tourismus ankurbelt. Vorarlberg hätte aber auch ohne den „Franken-Effekt“ eine Spitzenposition, ist Stefan Bruckbauer überzeugt.

Erfreut über das Ranking zeigt sich Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser. Er bezeichnet es als einen Hinweis, auf dem richtigen Weg zu sein. Man habe immer großen Wert auf einen starken Produktionssektor gelegt. Und der erweise sich als Basis des Wohlstandes.