HEAD: Winterstart ist geglückt

Markt / 16.12.2012 • 20:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
HEAD plant in dieser Saison knapp unter 400.000 Paar Skier zu verkaufen. Vor allem die Märkte in Europa und Asien entwickeln sich gut. Nachbestellungen seitens der Händler sind bereits am Laufen. Foto: L. Berchtold
HEAD plant in dieser Saison knapp unter 400.000 Paar Skier zu verkaufen. Vor allem die Märkte in Europa und Asien entwickeln sich gut. Nachbestellungen seitens der Händler sind bereits am Laufen. Foto: L. Berchtold

Kennelbacher Skihersteller kann an Marktanteilen zulegen. Nachbestellungen laufen.

Kennelbach. Vergangenen Winter stöhnten die Sportartikelhersteller ob des schneelosen Winterstarts. Der Absatz für Ski und Skischuhe ging zurück. Und auch für heuer rechnen Experten mit einem Rückgang von bis zu 20 Prozent. „Wir rechnen bei uns mit einem Rückgang von nur 10 Prozent. Wir werden daher an Marktanteilen weiter zulegen können“, ist sich HEAD-Finanzchef Günter Hagspiel im Gespräch mit den VN sicher.

Nachbestellungen am Laufen

Der Winterstart verlief für den in Wien börsennotierten und in den Niederlanden ansässigen Ski- und Sportartikelkonzern HEAD NV ganz nach dem Geschmack von Klaus Hotter, Geschäftsführer der HEAD GmbH in Kennelbach. „Schon der Oktober war für uns sehr gut. Im europäischen und asiatischen Markt ist die Situation zufriedenstellend. In Europa jedenfalls sind die Rückmeldungen der Händler durchwegs positiv. Nachbestellungen sind bereits am Laufen“, sagt Hotter und ergänzt: „Probleme gibt es in den USA und in Kanada, wo nach wie vor kaum Schnee fällt und auch die Temperaturen viel zu hoch sind.“ Gut daher, dass sich der Hauptabsatzmarkt nach wie vor in Europa befindet. „In den USA, Frankreich und in einigen osteuropäischen Staaten sehen wir jedoch enormes Wachstumspoten­zial“, führt Hotter aus.

Potenzial in der Bekleidung

Für ausbaufähig befindet Finanzchef Hagspiel auch die Bekleidungssparte. „Diese haben wir vor zwei Jahren inhouse genommen. Wir entwerfen Tennisbekleidung und technische Skibekleidung für den herkömmlichen Skifahrer“, sagt Hagspiel. Ganz positiv entwickeln würden sich die Accessoires wie Taschen und Stöcke. Sie stellen bei HEAD aber keinen großen Posten dar. Hingegen den größten Absatz im Wintergeschäft erzielen mittlerweile die Skischuhe. „Es ist schon länger der Fall, dass es einen Trend dahingehend gibt, Skischuhe zu kaufen und Skier eher auszuleihen“, sagt der Finanzchef. Der Markt für Skischuhe sei auch wesentlich größer. Dennoch: Der Umsatz mit Skiern ist um 20 Prozent höher als jener mit den Skischuhen.

Skitouring ante portas

Vom aktuellen Boom im Skitouring profitiert Head noch nicht. Das wird sich aber ändern. „Auf der ISPO 2013 werden Tourenskier und auch eine neue Tourenbindung vorgestellt – die Produkte sind ab Herbst 2013 im Handel“, blickt Hotter voraus.

Für diese Saison rechnet er damit, dass man knapp unter 400.000 Paar Skier verkauft.

HEAD-Tourenskier sind ab Herbst 2013 im Handel erhältlich.

Klaus Hotter, Geschäftsführer

Kennzahlen

HEAD Sport GmbH

» Beschäftigte in Vorarlberg: 279

» Davon Lehrlinge: 3

» Gesamtumsatz 2011: 189 Mill. Euro

» Exportquote: 91 Prozent