Menschen im Mittelpunkt

Markt / 19.12.2012 • 20:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nicole Stark hat nach der Matura eine Karriere als Friseurin eingeschlagen und sich im Anschluss für die Versicherungsbranche entschieden. FOTO: DIETMAR HOFER
Nicole Stark hat nach der Matura eine Karriere als Friseurin eingeschlagen und sich im Anschluss für die Versicherungsbranche entschieden. FOTO: DIETMAR HOFER

Warum die „4M“ für Nicole Stark die wichtigste Voraussetzung für den Beruf sind.

FELDKIRCH. „Ohne die 4M braucht man gar nicht erst anzufangen“, antwortet Nicole Stark auf die Frage, welche Voraussetzungen es braucht, um Außendienstmitarbeiterin bei einer Versicherung zu werden. Die 29-jährige Klauserin gibt auch gleich die Antwort dazu. „4M steht für ‚Man muss Menschen mögen‘.“

Matura und dann Friseurin

Bei der Versicherungskauffrau, die für die Uniqua am Standort Feldkirch tätig ist, spürt man sofort, dass dies nicht nur dahergesagt ist, sondern aus ihrem Inneren kommt. Denn die BORG-Absolventin, die auf Umwegen in die Versicherungsbranche kam, versteht es, auf Leute zuzugehen und liebt es, jeden Tag neue Menschen kennenzulernen. „Es wird nie langweilig“, sagt die Quereinsteigerin, die nach der Matura übrigens eine Lehre als Friseurin und Stylistin absolvierte.

Für den etwas ungewöhnlichen Karriereweg hatte sich die Oberländerin deshalb entschieden, weil sie nach der Reifeprüfung nicht studieren, sondern lieber auf eigenen Beinen stehen wollte. „Nach fünf Jahren in diesem Beruf hatte ich jedoch das Gefühl, dass ich nicht mehr weiterkomme“, suchte sie mit 23 Jahren eine neue Herausforderung. „Als ich dann einen Versicherer kennenlernte, der mich fragte, ob ich nicht ‚junge Moadle‘ kenne, die gerne im Außendienst tätig sein wollen, dachte ich mir, ich kann’s ja mal selbst probieren.“

Nicole Stark fand gleich Gefallen an diesem Job, arbeitete zunächst zwei Jahre im Außendienst, absolvierte im Anschluss die Bildungsakademie der österreichischen Versicherungswirtschaft (BÖV) und hängte gleich noch einmal eine Lehre zur Versicherungskauffrau an.

Selbstständiges Arbeiten

Mittlerweile sieben Jahre in der Branche, schätzt die Endzwanzigerin das selbstständige Arbeiten. „Und es ist mir auch wichtig, dass ich im Hintergrund ein Unternehmen habe, das mich stützt.“ Produkte, die einem Menschen im Eventualfall die Existenz sichern, stuft die Versicherungskauffrau als besonders wichtig ein. Verständnisvoll und offen betreut sie einen Kundenstock, der von Bludenz bis nach Hard reicht. Eben ganz nach dem „4M-Prinzip“.

Man sollte stets ehrlich und bodenständig bleiben.

Alexandra mattis

Unter den Flügeln des Löwen zu arbeiten, bereue ich bis heute kein einziges Mal.

matthias gunsch
Der Punkt, der mir am besten gefällt, sind die Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich selbst habe nach dem Lehrabschluss die Prüfung zum geprüften Versicherungsfachmann absolviert und bin bereits an weiteren Fortbildungen dran.Stefan Kitzmüller,Vorarlberger Landesversicherung
Der Punkt, der mir am besten gefällt, sind die Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich selbst habe nach dem Lehrabschluss die Prüfung zum geprüften Versicherungsfachmann absolviert und bin bereits an weiteren Fortbildungen dran.
Stefan Kitzmüller,
Vorarlberger Landesversicherung
Im Beruf der Versicherungsfachfrau hat man nie ausgelernt. Es macht mir Freude, täglich mit neuen Menschen in Kontakt zu treten und somit immer mit neuen Situationen konfrontiert zu werden.   Alexandra Mattis, Grazer Wechselseitige Versicherung
Im Beruf der Versicherungsfachfrau hat man nie ausgelernt. Es macht mir Freude, täglich mit neuen Menschen in Kontakt zu treten und somit immer mit neuen Situationen konfrontiert zu werden.
Alexandra Mattis,
Grazer Wechselseitige
Versicherung

Statements. Das macht den Beruf aus

Versicherungsfachmann/-frau

» Die Ausbildung erfolgt über eine dreijährige Lehre. Auch Handelsschule, HAK oder eine Fachschule für wirtschaftliche Berufe oder
eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe ermöglichen einen Einstieg in die Branche. Auch Quereinsteiger finden als Außendienstmitarbeiter gute Jobchancen vor.

» Das Berufsbild des Außendienstmitarbeiters umfasst u. a. die Betreuung von Bestandskunden sowie die Akquisition von Neukunden, die Bedarfs- und Kundenanalyse im gesamten Versicherungs- und Vorsorgebereich, die sachgerechte und wahrheitsgetreue Schadensaufnahme und Erledigung sowie ständige fachliche, methodische und verkaufsbezogene Weiterbildung.