Leiharbeiter bekommen 2013 mehr Rechte

Markt / 27.12.2012 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ab 1. Jänner 2013 gelten die neuen Regelungen im Arbeitskräfteüberlassungsgesetz.

Wien. Die Novelle soll Zeitarbeitskräfte der Stammbelegschaft gleichstellen und ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Der Arbeitskräfteüberlasser muss den Leiharbeiter in der Überlassungsmitteilung genau über den Beschäftiger, die Art, den Ort und die Dauer der Überlassung informieren. Sind Arbeiten außerhalb des Betriebs zu verrichten, ist das auch mitzuteilen. Die Mitteilung muss die Einstufung der vergleichbaren Stammarbeitnehmer im Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs enthalten. Grundlohn sowie Zulagen, Zuschläge und Sonder­zahlungen sind getrennt ­auszuweisen. Auch die Normalarbeitszeit im Be­schäf­tigerbetrieb ist anzugeben.

Wird der Zeitarbeiter für Schwer- oder Nachtschwerarbeit angestellt, hat der Beschäftiger das dem Überlasser zu melden. Dieser muss dann die Sozialversicherung darüber informieren.

Der Beschäftiger hat die überlassenen Arbeitnehmer über offene Stellen in seinem Betrieb zu informieren.

Leiharbeiter genießen den gleichen Schutz gegenüber Diskriminierung wie Stammbeschäftigte. Dieser besteht sowohl gegenüber der Überlassungsfirma als auch gegenüber dem Beschäftigerbetrieb. Das heißt: Beschäftiger, die Diskriminierung zulassen, können uneingeschränkt zur Verantwortung gezogen werden.

Ist ein Zeitarbeiter länger als drei Monate im selben Betrieb beschäftigt, muss ihn der Überlasser mindestens 14 Tage im Voraus über das Ende der Überlassung informieren.

Und zuletzt gelten für aus dem Ausland nach Österreich überlassene Arbeitskräfte künftig dieselben Kollektivverträge wie für gewerblich überlassene Arbeitskräfte aus Österreich.

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