Österreichischer Urlaubs-Euro ist in Kroatien und Ungarn am meisten wert

Markt / 27.12.2012 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Urlaubs-Euro im Winter weniger wert als 2011. Ziele in Ost- und Südosteuropa bleiben günstig.

Wien. Wie viel ist der Urlaubs- Euro der österreichischen Urlauber in den beliebtesten Ferienländern wert? Im Winter 2012 sind bei den beliebtesten Urlaubsdestinationen zwei unterschiedliche Tendenzen feststellbar. In den Ländern, die den Euro als Währung haben, hat der Urlaubs-Euro im Vergleich zu Österreich an Wert gewonnen, in den Ländern, die nicht den Euro haben, hat er für Österreicher an Wert verloren.

Kroatien und Ungarn günstig

„Der Urlaubs-Euro profitierte in vielen Euro-Ländern von der niedrigeren Inflation als in Österreich, in den NichtEuro-Ländern litt er unter der Abwertung des Euro“, fasst Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria, die Situation im Winter 2012 zusammen. Unter den beliebtesten Destinationen bekommt der österreichische Urlauber derzeit am meisten in Kroatien und Ungarn für seinen Urlaubs-Euro. Auch in der Türkei, in Slowenien und in Portugal erhält man erkennbar mehr als in Österreich.

Höhere Kaufkraft in den USA

„Auch wer seinen Winterurlaub in den USA verbringt, kann mit einer etwas höheren Kaufkraft für seinen Urlaubs-Euro als zu Hause rechnen, ähnlich wie bereits 2011“, so Bruckbauer. In vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ist der Urlaubs-Euro ebenfalls deutlich mehr wert als in Österreich, allen voran in Rumänien, Polen und Bulgarien, wobei der Wert in Polen aufgrund der Aufwertung des Zloty etwas abgenommen hat. „In Griechenland ist der Urlaubs-Euro diesen Winter etwas mehr wert als vor einem Jahr. Dies ist eine Folge der Stagnation der Preise in diesem Land“, so der Chefvolkswirt.

In Japan erhält man zwar weiterhin deutlich weniger für seinen Urlaubs-Euro als in Österreich, aber um elf Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Auch in Brasilien stieg der Urlaubs-Euro um neun Prozent, dort erhält man jedoch, anders als in Japan, etwas mehr für seinen Urlaubs-Euro. In vielen Zielen in der Südsee und auch in Australien oder Neuseeland hat der Urlaubs-Euro etwas an Wert verloren.

Schweiz bleibt teuer

Währenddessen bleibt der Skiurlaub in der Schweiz teuer. In unserem Nachbarland sind 100 Euro lediglich 71 Euro wert. Alternativ sei der Urlaubs-Euro bei einem Winterurlaub in Deutschland oder in Spanien etwas mehr wert, allerdings möglicherweise wenig spürbar und zu wenig um die längere Anreise auszugleichen.

Definitiv weniger für seinen Urlaubs-Euro als in Österreich bekommt man weiterhin in Irland, Kanada und Schweden.

Einige Währungen beliebter Urlaubsländer haben aufgewertet.

Stefan Bruckbauer