Neuerungen für 2013

Markt / 28.12.2012 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch über die Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz müssen die Leiharbeiter informiert werden. Foto: MEV
Auch über die Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz müssen die Leiharbeiter informiert werden. Foto: MEV

Zum Jahresbeginn gibt es in der Berufswelt wieder einige Neuerungen.

Arbeitsrecht. Massive Arbeitsüberlastung, Stress und psychischer Druck sind verantwortlich für immer mehr Krankenstandstage in Österreich. Nun soll sich zum Schutz der Arbeitnehmer konkret etwas zum Positiven verändern. Künftig werden nämlich Spezialisten für seelisches Leid ihre Runden drehen: Arbeitsmediziner und Psychologen sollen die psychischen Fehlbelastungen abtesten, die auf die Arbeitnehmer einwirken. Auf der schwarzen Liste stehen etwa ein Zuviel an Arbeit, knappe Personalbemessung, häufige Umstrukturierungen, Informationsmangel oder -überflutung und fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte. Ermittelt wird die Situation am Arbeitsplatz durch die sogenannte Arbeitsplatz-evaluierung, aus der Verbesserungsmaßnahmen resultieren wie beispielsweise interne Umorganisationen, optimierte Arbeitsabläufe, Coaching, Mediation oder die Versetzung Burn-out-gefährdeter Mitarbeiter auf ruhigere Arbeitsplätze.

Kann das Unternehmen beim nächsten Test keine Umsetzung der Empfehlungen vorweisen, drohen ihm Strafen von 166 bis 8324 Euro, im Wiederholungsfall von 333 bis 16.659 Euro. Eine weitere Neuerung im Jahr 2013 ist die Auflösungsabgabe. Für (fast) alle Dienstverhältnisse, die ab 1. Jänner durch den Unternehmer aufgelöst werden, wird nach dem Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz (AMPFG) eine Abgabe in Höhe von 113 Euro fällig. Sie wird gemeinsam mit dem letzten Sozialversicherungsbeitrag an die Krankenkasse abgeführt. Auch bei einvernehmlicher Auflösung ist grundsätzlich zu bezahlen. Ausnahmen sind rar: etwa für geringfügig Beschäftigte, bei Auflösung während der Probezeit, innerhalb einer sechsmonatigen Befristung, bei Selbstkündigung, gerechtfertigter Entlassung und Tod des Arbeitnehmers.

Arbeitskräfteüberlassung

Auch im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung kommt es 2013 zu Verbesserungen. Mehr Information, mehr Absicherung und mehr Gleichstellung für Leiharbeiter sind dabei die Schlagworte. Unter anderem sind die Leiharbeiter nun spätestens 14 Tage im Vorhinein über das Ende eines Einsatzes zu informieren und müssen auch Informationen zum Kollektivvertrag im Einsatzunternehmen erhalten.

Geringfügige Beschäftigung

Die neue Verdienstgrenze für geringfügig Beschäftigte beträgt 386,80 Euro im Monat und 29,70 Euro für einen Arbeitstag. Der monatliche Beitrag für die Selbstversicherung geringfügig Beschäftigter beträgt 54,59 Euro.