USA mit weniger neuen Jobs

Markt / 04.01.2013 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In den USA wurden weniger neue Jobs geschaffen. Foto: reuters
In den USA wurden weniger neue Jobs geschaffen. Foto: reuters

Auftragslage in der US-Industrie stagniert. Geschäfte der Dienstleister legten zu.

Washington. Die US-Wirtschaft hat im Dezember etwas weniger neue Stellen geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 155.000. Das waren 6000 weniger als noch im November. Ökonomen hatten mit einem Plus von 150.000 gerechnet. Während Industrie und Dienstleister neue Mitarbeiter einstellten, baute der öffentliche Dienst Stellen ab. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,8 Prozent. „Unsere Wirtschaft wächst, aber sie boomt nicht“, sagte der Ökonom Jim O’Sullivan von High Frequency Economics. „Die US-Wirtschaft quält sich so durch“, sagte Tom di Galoma von Navigate Advisors. Experten zufolge hat der Haushaltsstreit viele Unternehmen von Investitionen und Neueinstellungen abgehalten. Nach Prognose der OECD wird die US-Wirtschaft 2013 mit 2,0 Prozent ähnlich schnell wachsen wie 2012 mit 2,2 Prozent. 2014 soll sich das Tempo auf 2,8 Prozent erhöhen. Gebremst werden dürfte die Erholung am Arbeitsmarkt von der Regierung, die voraussichtlich ab März kräftig Ausgaben kürzen muss.

Auftragslage stagniert

Indes hat die US-Industrie im November stagnierende Aufträge verzeichnet. Die Bestellungen verharrten auf dem Vormonatsniveau. Im Oktober hatten die Aufträge noch um 0,8 Prozent zugelegt. Analysten hatten für November mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet.

Währenddessen sind die Geschäfte der US-Dienstleister im Dezember so kräftig gewachsen wie seit zehn Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 1,4 auf 56,1 Zähler. Ökonomen hatten mit lediglich 54,2 Punkten gerechnet. Die Neuaufträge legten den zweiten Monat in Folge zu. Die Unternehmen stellten deshalb mehr Mitarbeiter ein als zuletzt.

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