Spanien plündert die Pensionskasse

Markt / 06.01.2013 • 22:18 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Madrid. Spanien hat in seiner Finanznot den Reservefonds der Sozialversicherung geplündert. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Regierung damit die eigenen, zunehmend riskanten Staatsschuldenpapiere gekauft und einen Teil des Geldes für dringende Sofortzahlungen verwendet, schreibt das „Wall Street Journal“. Inzwischen sei der Topf fast leer, so das Blatt. Mindestens 90 Prozent des ursprünglich 65 Milliarden Euro schweren Fondsvermögens sind zweckentfremdet worden. Und obwohl es bisher keine öffentliche Kontroverse über die Geldentnahme gab, kommen nun Zweifel auf, ob der Reservefonds seine Aufgabe als Garant künftiger Pensionszahlungen überhaupt noch erfüllen kann. Die wenigen unabhängigen Finanzanalysten, die den Fonds im Blick haben, sind deswegen höchst beunruhigt.

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