Neuanstrich für die Maler

Markt / 07.01.2013 • 20:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Malerlehre wird neu gestaltet: „Maler und Beschichtungstechniker mit Schwerpunktlehre.“ Foto: vn/hartinger
Die Malerlehre wird neu gestaltet: „Maler und Beschichtungstechniker mit Schwerpunktlehre.“ Foto: vn/hartinger

Qualitätsoffensive der Vorarlberger Maler soll zu einem neuen Berufsbild verhelfen.

SCHWARZACH. Schmutzig, schlecht bezahlt und eintönig. Das sind die gängigen Vorurteile gegenüber dem Malerberuf. Doch diesen Vorurteilen soll nun Abhilfe verschafft werden. Die Berufsgruppe der Vorarlberger Maler- und Malermeisterbetriebe startet eine Qualitäts­offensive in der Lehrlingsausbildung – mit dem neuen Berufsbild „Maler/in und Beschichtungstechniker/in mit Schwerpunktlehre“.

Anfang Dezember begannen bereits 51 Lehrlinge mit einer Schwerpunktlehre in der Berufsschule in Dornbirn. Die Ausbildung soll gendergerecht sein und sich an den Bedürfnissen aller Malerbetriebe mit Spezialisierungen orientieren.

Dreijährige Ausbildung

Die Malerlehre bedarf einer Neuorientierung und –ausrichtung, um den verschiedenen Bedürfnissen aller Malerbetriebe mit Spezialisierung gerecht zu werden, da ist sich die Berufsgruppe der Vorarlberger Maler- und Malermeisterbetriebe einig. „Mit der neuen dreijährigen Ausbildung starten wir die Qualitätsoffensive in der Lehrlingsausbildung“, sagt Fachgruppenobmann Dietmar Längle. Das neue Berufsbild „Maler und Beschichtungstechniker“ mit Schwerpunktlehre mache die Ausbildung attraktiver und interessanter und zähle zu den innovativsten Berufsbildern im Handwerk und Gewerbe. „Es ist uns gelungen, auch Mitarbeiter in den Nischen unseres Handwerks noch besser auszubilden“, ist Längle überzeugt. Die gendergerechte Lehre beinhaltet die vier Schwerpunkte „Funktionsbeschichtungen, Historische Maltechniken, Dekormaltechnik und Korrosionsschutz“.

Prozess für die Zukunft

Die Qualitätsoffensive ist Teil eines Prozesses. „Ziel ist es, den Handwerkern von morgen genau die Qualifikationen mit auf den Weg zu geben, die den Fachkräftebedarf der Unternehmen sichern“, sagt Lehrlingswart Markus Hagspiel. Am Ende des Prozesses stehen konkrete Ziele: „Die Qualität der Malerlehre steigt durch die auf Schwerpunkte ausgerichtete Ausbildung deutlich. Neben der Verbesserung des Fach- und Ausbildungswissens steigt auch das Image der Malerlehre und die Wertschätzung für den ­Handwerksberuf innerhalb der Bevölkerung“, erklärt Hagspiel.

Malerlehre in Zahlen

Neu: Maler u. Beschichtungstechniker mit Schwerpunktlehre

114 Burschen und 25 Mädchen sind insgesamt in der Maler-Ausbildung.

» 1. Lehrjahr: 51

» 2. Lehrjahr: 52

» 3. Lehrjahr: 36

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